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allgemeines:gift

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allgemeines:gift [2023/11/07 19:59] – [Fallbericht] andreasallgemeines:gift [2026/06/08 07:20] (aktuell) kathrin
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 **Brockhaus, 1894-1896:**\\  **Brockhaus, 1894-1896:**\\ 
-"//Gift (Virus, Venenum), im allgemeinen jeder Stoff, der, dem gesunden Körper auf irgendwelche Weise einverleibt, mehr oder minder schwere Ernährungs- und Funktionsstörungen bestimmter Organe veranlaßt und damit entweder Krankheit oder im ungünstigen Falle selbst den Tod verursacht. Strenggenommen kommt allerdings dem Worte G. nur eine relative Bedeutung zu, da kein Stoff unter allen Umständen und unbedingt giftig wirkt, wie man am besten daraus ersehen kann, daß gerade die als heftigste G. bekannten Stoffe, wie Blausäure, arsenige Säure, Strychnin, Morphium, Atropin, Quecksilbersalze u. a., innerhalb gewisser Grenzen die heilsamsten Wirkungen auf den Organismus ausüben und deshalb als Heilmittel hochgeschätzt sind, und daß andererseits viele Tiere von gewissen Substanzen, die auf andere entschieden giftig wirken, gar nicht oder nur äußerst wenig beeinflußt werden. Vor allem spielen hierbei das Lösungsmittel der betreffenden Substanz, die Art der Einverleibung, die individuelle Disposition, wie nicht minder der Grad der Gewöhnung [...] eine entscheidende Rolle. Die G. können mittels des Verdauungsprozcsses, des Einatmens und der Einsaugung durch die Haut in den Körper dringen; manche, wie z. B. das amerik. Pfeilgift, erweisen sich nur dann erst giftig, wenn sie mit dem Blute in unmittelbare Berührung (durch Wunden) gebracht werden, während sie bei der Einführung in den Magen völlig wirkungslos bleiben. Man teilt die G. in verschiedene Gruppen, die sich weniger auf die noch größtenteils unerforschten, die toxische Wirkung bedingenden elementaren Eigenschaften als auf Erscheinungen an Vergifteten gründen.//"((Brockhaus. 1894-1896. Brockhaus' Konversationslexikon; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896. 7. Band: Foscari - Gilboa))\\ +"//Gift (Virus, Venenum), im allgemeinen jeder Stoff, der, dem gesunden Körper auf irgendwelche Weise einverleibt, mehr oder minder schwere Ernährungs- und Funktionsstörungen bestimmter Organe veranlaßt und damit entweder Krankheit oder im ungünstigen Falle selbst den Tod verursacht. Strenggenommen kommt allerdings dem Worte G. nur eine relative Bedeutung zu, da kein Stoff unter allen Umständen und unbedingt giftig wirkt, wie man am besten daraus ersehen kann, daß gerade die als heftigste G. bekannten Stoffe, wie Blausäure, arsenige Säure, Strychnin, Morphium, Atropin, Quecksilbersalze u. a., innerhalb gewisser Grenzen die heilsamsten Wirkungen auf den Organismus ausüben und deshalb als Heilmittel hochgeschätzt sind, und daß andererseits viele Tiere von gewissen Substanzen, die auf andere entschieden giftig wirken, gar nicht oder nur äußerst wenig beeinflußt werden. Vor allem spielen hierbei das Lösungsmittel der betreffenden Substanz, die Art der Einverleibung, die individuelle Disposition, wie nicht minder der Grad der Gewöhnung [...] eine entscheidende Rolle. Die G. können mittels des Verdauungsprozesses, des Einatmens und der Einsaugung durch die Haut in den Körper dringen; manche, wie z. B. das amerik. Pfeilgift, erweisen sich nur dann erst giftig, wenn sie mit dem Blute in unmittelbare Berührung (durch Wunden) gebracht werden, während sie bei der Einführung in den Magen völlig wirkungslos bleiben. Man teilt die G. in verschiedene Gruppen, die sich weniger auf die noch größtenteils unerforschten, die toxische Wirkung bedingenden elementaren Eigenschaften als auf Erscheinungen an Vergifteten gründen.//"((Brockhaus. 1894-1896. Brockhaus' Konversationslexikon; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896. 7. Band: Foscari - Gilboa))\\ 
  
 **Pschyrembel, 2002:**\\  **Pschyrembel, 2002:**\\ 
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 Die Definition aus Meyers Konversationslexikon, 1885-1892 findet sich wortgleich im Duden, 2006((Duden. 2006. Duden - Deutsches Universalwörterbuch, 6. Aufl. Mannheim 2006 [CD-ROM])).\\  Die Definition aus Meyers Konversationslexikon, 1885-1892 findet sich wortgleich im Duden, 2006((Duden. 2006. Duden - Deutsches Universalwörterbuch, 6. Aufl. Mannheim 2006 [CD-ROM])).\\ 
  
-Sinnverwandt, aber seltener wird der Begriff "Noxe" für Gifte benutzt. Definiert werden "Noxe" z. B. im Duden als "//ein Stoff oder ein Lebensumstand, der einen schädigenden oder pathogenen Einfluss auf den Organismus ausübt//"((Duden. 2003. Duden - Das Wörterbuch chemischer Fachausdrücke. Mannheim 2003. CD-ROM)). Genauer handelt es sich dabei um "//im Organismus abgestorbene körpereigene Eiweiße oder deren Abbauprodukte, die eine starke Toxizität entwickeln//.((Duden. Duden Medizin -SW-. Dudenverlag, Sat_wolf, Bayern. CD-ROM))\\ +Sinnverwandt, aber seltener wird der Begriff "Noxe" für Gifte benutzt. Definiert werden "Noxe" z. B. im Duden als "//ein Stoff oder ein Lebensumstand, der einen schädigenden oder pathogenen Einfluss auf den Organismus ausübt//"((Duden. 2003. Duden - Das Wörterbuch chemischer Fachausdrücke. Mannheim 2003. CD-ROM)). Genauer handelt es sich dabei um "//im Organismus abgestorbene körpereigene Eiweiße oder deren Abbauprodukte, die eine starke Toxizität entwickeln//".((Duden. Duden Medizin -SW-. Dudenverlag, Sat_wolf, Bayern. CD-ROM))\\ 
  
 Als weiteres Synonym für Gift wird der Begriff "Toxin" benutzt. In der Literatur finden sich entsprechend für die Giftwirkung der Begriff "[[allgemeines:Toxizität]]".\\  Als weiteres Synonym für Gift wird der Begriff "Toxin" benutzt. In der Literatur finden sich entsprechend für die Giftwirkung der Begriff "[[allgemeines:Toxizität]]".\\ 
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 Eine Autopsie der zwei verendeten Tiere als Bestätigung der Vergiftung durch Schierling fand offenbar nicht statt. Eine Autopsie der zwei verendeten Tiere als Bestätigung der Vergiftung durch Schierling fand offenbar nicht statt.
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 +Siehe auch: [[pflanzen:giftpflanzen|Giftpflanzen]].
  
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