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krankheiten:ohrerkrankungen

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krankheiten:ohrerkrankungen [2026/01/17 20:37] – [Reuschel, 2018] andreaskrankheiten:ohrerkrankungen [2026/04/08 08:45] (aktuell) – [Anatomie] andreas
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 Von Capello, 2006((Capello, V. 2006. Lateral ear canal resection and ablation in pet rabbits. Proceedings of the North American Veterinary Conference Volume 20. Small Animal and Exotics Edition. S. 1711-1713. Online, Abruf am 31.10.2024 von: https://www.cabidigitallibrary.org/doi/pdf/10.5555/20063121854)) wurde die Besonderheit der Verformung des Gehörgangs bei Widderkaninchen als "Biegung" beschrieben: "//In the dwarf lop breed, which has the aesthetic peculiarity of the long, hanging ear pinna (similar to hound breeds of dogs), the two portions are separated by the flexion of the cartilage at the base of the ear. This also causes a **flexion** of the ear canal, absent in the original species, Oryctolagus cuniculus, and is the result of man-made selection.//" Von Capello, 2006((Capello, V. 2006. Lateral ear canal resection and ablation in pet rabbits. Proceedings of the North American Veterinary Conference Volume 20. Small Animal and Exotics Edition. S. 1711-1713. Online, Abruf am 31.10.2024 von: https://www.cabidigitallibrary.org/doi/pdf/10.5555/20063121854)) wurde die Besonderheit der Verformung des Gehörgangs bei Widderkaninchen als "Biegung" beschrieben: "//In the dwarf lop breed, which has the aesthetic peculiarity of the long, hanging ear pinna (similar to hound breeds of dogs), the two portions are separated by the flexion of the cartilage at the base of the ear. This also causes a **flexion** of the ear canal, absent in the original species, Oryctolagus cuniculus, and is the result of man-made selection.//"
  
-Arts et al., 2023((Arts, H. T., Verstappen, F. A. L. M., Van der Vlis, B., Gabbe, B., 2023. Untersuchung der Prävalenz von Anomalien und Erkrankungen des Ohres bei Widderkaninchen.  http://www.zdrk.de/fileadmin/2023/StudieWidderkaninchen/UNTERSUCHUNG_DER_PRAEVALENZ_VON_ANOMALIEN_UND_ERKRANKUNGEN_DES_OHRES_BEI_WI...INCHEN.pdf)) stellten in einer Untersuchung von Widderkaninchen fest, dass für die otoskopische Untersuchung des Gehörgangs der Tiere das Ohr aufgerichtet werden muss, wodurch der äußere Gehörgang vor allem bei den Kaninchen, bei denen dieser weniger stark verknorpelt ist, während der Untersuchung eine leicht ovale Form aufwies. Im natürlichen Zustand war der äußere Gehörgang sowohl bei Widderkaninchen als auch bei Rassen mit stehenden Ohren rund.+Arts et al., 2023((Arts, H. T., Verstappen, F. A. L. M., Van der Vlis, B., Gabbe, B., 2023. Untersuchung der Prävalenz von Anomalien und Erkrankungen des Ohres bei Widderkaninchen. https://www.wrsa-deutschland.de/wp-content/uploads/2023/07/UNTERSUCHUNG-DER-PRAeVALENZ-VON-ANOMALIEN-UND-ERKRANKUNGEN-DES-OHRES-BEI-WIDDERKANINCHEN.pdf)) stellten in einer Untersuchung von Widderkaninchen fest, dass für die otoskopische Untersuchung des Gehörgangs der Tiere das Ohr aufgerichtet werden muss, wodurch der äußere Gehörgang vor allem bei den Kaninchen, bei denen dieser weniger stark verknorpelt ist, während der Untersuchung eine leicht ovale Form aufwies. Im natürlichen Zustand war der äußere Gehörgang sowohl bei Widderkaninchen als auch bei Rassen mit stehenden Ohren rund.
  
 In verschiedenen Populationen wurde eine "Stenose" bzw. Verengung des Gehörgangs bei Widderkaninchen im Vergleich zu Stehohrkaninchen beschrieben, ohne diese zu belegen. Reuschel, 2018((Reuschel, M. 2018. Untersuchungen zur Bildgebung des Kaninchenohres mit besonderer Berücksichtigung der Diagnostik einer Otitis bei unterschiedlichen Kaninchenrassen. Tierärztliche Hochschule Hannover. Dissertation. ISBN 978-3-86345-460-9 Online verfügbar unter https://elib.tiho-hannover.de/receive/tiho_mods_00000102)) nahm im Rahmen einer umfangreichen Untersuchung auch Vermessungen der Gehörgänge gesunder Stehohr- und Widderkaninchen (Heimtiere) sowie Versuchskaninchen der Rasse "Weiße Neuseeländer" vor. Die Ergebnisse zeigten, dass sich die relativen Gehörgangsindizes (Gehörgangsdurchmesser extern / Gehörgangsdurchmesser intern) der Heimkaninchen um 18% unterschieden. Während der externe Gehörgangsdurchmesser bei Stehohr- und Widderkaninchen vergleichbar war, hatten Widderkaninchen einen signifikant größeren Gehörgangsinnendurchmesser, woraus sich der Unterschied ergab. In verschiedenen Populationen wurde eine "Stenose" bzw. Verengung des Gehörgangs bei Widderkaninchen im Vergleich zu Stehohrkaninchen beschrieben, ohne diese zu belegen. Reuschel, 2018((Reuschel, M. 2018. Untersuchungen zur Bildgebung des Kaninchenohres mit besonderer Berücksichtigung der Diagnostik einer Otitis bei unterschiedlichen Kaninchenrassen. Tierärztliche Hochschule Hannover. Dissertation. ISBN 978-3-86345-460-9 Online verfügbar unter https://elib.tiho-hannover.de/receive/tiho_mods_00000102)) nahm im Rahmen einer umfangreichen Untersuchung auch Vermessungen der Gehörgänge gesunder Stehohr- und Widderkaninchen (Heimtiere) sowie Versuchskaninchen der Rasse "Weiße Neuseeländer" vor. Die Ergebnisse zeigten, dass sich die relativen Gehörgangsindizes (Gehörgangsdurchmesser extern / Gehörgangsdurchmesser intern) der Heimkaninchen um 18% unterschieden. Während der externe Gehörgangsdurchmesser bei Stehohr- und Widderkaninchen vergleichbar war, hatten Widderkaninchen einen signifikant größeren Gehörgangsinnendurchmesser, woraus sich der Unterschied ergab.
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 Einundzwanzig (24%) Kaninchen wurden aufgrund von Ohrerkrankungen oder Anzeichen einer Ohrerkrankung untersucht (Gruppe 1). Zu den klinischen Anzeichen in Gruppe 1 zählten eine Otitis externa (n = 6), eine Fazialisparese (3) und Anzeichen einer vestibulären Erkrankung (20). Die Gruppe umfasste 9 (43%) Männchen und 12 (57%) Weibchen. Das mittlere Alter dieser Kaninchen betrug 4,4 ± 2,6 Jahre (Spanne: 0,1 bis 8 Jahre), das mittlere Gewicht 1,9 ± 0,92 kg. Siebenundsechzig (76%) der in die Studie eingeschlossenen Kaninchen wurden aufgrund anderer Erkrankungen untersucht, die nicht mit Ohrerkrankungen in Zusammenhang standen oder darauf hindeuteten (Gruppe 2). Zu den klinischen Problemen in Gruppe 2 zählten Zahnerkrankungen (n = 33), Erkrankungen der oberen Atemwege (18) und andere Erkrankungen des Schädels oder Kopfes (16). 47 (70%) der Kaninchen waren männlich und 20 (30%) weiblich. Das Durchschnittsalter der Kaninchen in Gruppe 2 betrug 4,9 ± 2,5, das Durchschnittsgewicht 2,26 ± 0,9 kg. Einundzwanzig (24%) Kaninchen wurden aufgrund von Ohrerkrankungen oder Anzeichen einer Ohrerkrankung untersucht (Gruppe 1). Zu den klinischen Anzeichen in Gruppe 1 zählten eine Otitis externa (n = 6), eine Fazialisparese (3) und Anzeichen einer vestibulären Erkrankung (20). Die Gruppe umfasste 9 (43%) Männchen und 12 (57%) Weibchen. Das mittlere Alter dieser Kaninchen betrug 4,4 ± 2,6 Jahre (Spanne: 0,1 bis 8 Jahre), das mittlere Gewicht 1,9 ± 0,92 kg. Siebenundsechzig (76%) der in die Studie eingeschlossenen Kaninchen wurden aufgrund anderer Erkrankungen untersucht, die nicht mit Ohrerkrankungen in Zusammenhang standen oder darauf hindeuteten (Gruppe 2). Zu den klinischen Problemen in Gruppe 2 zählten Zahnerkrankungen (n = 33), Erkrankungen der oberen Atemwege (18) und andere Erkrankungen des Schädels oder Kopfes (16). 47 (70%) der Kaninchen waren männlich und 20 (30%) weiblich. Das Durchschnittsalter der Kaninchen in Gruppe 2 betrug 4,9 ± 2,5, das Durchschnittsgewicht 2,26 ± 0,9 kg.
  
-12 von 21 (57%) Kaninchen mit klinischen Symptomen einer Ohrerkrankung und 18 von 67 (27%) Kaninchen ohne klinische Anzeichen einer Ohrerkrankung wurden im CT **Auffälligkeiten** im Mittelohr festgestellt. In den CT-Bildern aller betroffenen Ohren zeigte sich weichteildichtes Material in der Paukenblase. **Eine** (1) Paukenblasenlyse war mit einer klinischen Mittelohrerkrankung assoziiert. Die meisten (12/18) Kaninchen mit subklinischer Mittelohrerkrankung blieben nach der CT-Untersuchung subklinisch. Die im CT festgestellten **Veränderungen** des Mittelohrs korrelierten stark mit der Hängeohrenform bzw. einer Otitis externa; eine Korrelation bestand hingegen nicht zwischen einer Mittelohrerkrankung und Erkrankungen der oberen Atemwege.\\ +Bei 12 von 21 (57%) Kaninchen mit klinischen Symptomen einer Ohrerkrankung und 18 von 67 (27%) Kaninchen ohne klinische Anzeichen einer Ohrerkrankung wurden im CT **Auffälligkeiten** im Mittelohr festgestellt. In den CT-Bildern aller betroffenen Ohren zeigte sich weichteildichtes Material in der Paukenblase. **Eine** (1) Paukenblasenlyse war mit einer klinischen Mittelohrerkrankung assoziiert. Die meisten (12/18) Kaninchen mit subklinischer Mittelohrerkrankung blieben nach der CT-Untersuchung subklinisch. Die im CT festgestellten **Veränderungen** des Mittelohrs korrelierten stark mit der Hängeohrenform bzw. einer Otitis externa; eine Korrelation bestand hingegen nicht zwischen einer Mittelohrerkrankung und Erkrankungen der oberen Atemwege.\\ 
  
 Es zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Ohrstellung und dem Auftreten klinischer oder subklinischer Mittelohrerkrankungen (orig.: "//No significant association was found between ear position and the clevelopment of clinical or subclinical middle ear disease."//). Die Studienergebnisse stützten jedoch einen Zusammenhang zwischen CT-detektierten **Mittelohrveränderungen** und Hängeohren sowie zwischen zentralen vestibulären Erkrankungen und Stehohren. Ebenso zeigte sich ein starker Zusammenhang zwischen Veränderungen des Außenohrs und des Mittelohrs, die mittels CT nachgewiesen wurden. Es ist jedoch unklar, ob CT-detektierte Veränderungen im Außenohr bei Kaninchen mit CT-detektierten Mittelohrerkrankungen auf die zentrale vestibuläre Funktion zurückzuführen sind. Läsionen im Mittelohr waren Ursache oder Folge einer Mittelohrerkrankung bei den Kaninchen der Gruppe 1. Aufgrund des retrospektiven Charakters der vorliegenden Studie (Einschlusskriterien, diagnostische Methode: CT-Untersuchung) spiegelte die in dieser Studie ermittelte Prävalenz klinischer und subklinischer Mittelohrerkrankungen möglicherweise nicht die Gesamtprävalenz von Mittelohrerkrankungen bei Kaninchen mit Mittelohrentzündung wider. Die klinische Relevanz von CT-Auffälligkeiten im Mittelohr bei Kaninchen mit subklinischer Erkrankung wurde als weiterhin unklar erklärt. Es zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Ohrstellung und dem Auftreten klinischer oder subklinischer Mittelohrerkrankungen (orig.: "//No significant association was found between ear position and the clevelopment of clinical or subclinical middle ear disease."//). Die Studienergebnisse stützten jedoch einen Zusammenhang zwischen CT-detektierten **Mittelohrveränderungen** und Hängeohren sowie zwischen zentralen vestibulären Erkrankungen und Stehohren. Ebenso zeigte sich ein starker Zusammenhang zwischen Veränderungen des Außenohrs und des Mittelohrs, die mittels CT nachgewiesen wurden. Es ist jedoch unklar, ob CT-detektierte Veränderungen im Außenohr bei Kaninchen mit CT-detektierten Mittelohrerkrankungen auf die zentrale vestibuläre Funktion zurückzuführen sind. Läsionen im Mittelohr waren Ursache oder Folge einer Mittelohrerkrankung bei den Kaninchen der Gruppe 1. Aufgrund des retrospektiven Charakters der vorliegenden Studie (Einschlusskriterien, diagnostische Methode: CT-Untersuchung) spiegelte die in dieser Studie ermittelte Prävalenz klinischer und subklinischer Mittelohrerkrankungen möglicherweise nicht die Gesamtprävalenz von Mittelohrerkrankungen bei Kaninchen mit Mittelohrentzündung wider. Die klinische Relevanz von CT-Auffälligkeiten im Mittelohr bei Kaninchen mit subklinischer Erkrankung wurde als weiterhin unklar erklärt.
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 In der untersuchten Fallserie von Diaz et al, 2021((Díaz, L., Castellá, G., Bragulat, M. R., Martorell, J., Paytuví-Gallart, A., Sanseverino, W., & Cabañes, F. J. 2021. External ear canal mycobiome of some rabbit breeds. Medical mycology, 59(7), 683-693. https://doi.org/10.1093/mmy/myaa097)) handelte es sich um insgesamt 60 Kaninchen: 44 Heimkaninchen und 16 Zuchtkaninchen. In allen Fällen war das Kriterium für die Aufnahme in die Studie das Fehlen einer Vorgeschichte und klinischer Anzeichen einer Otitis externa, die durch eine otoskopische Untersuchung bestätigt wurden. In dieser Studie wurden sowohl Hängeohrrassen wie „Belier“ und „Toy“, als auch Stehohrrassen wie Rex und Neuseeland aufgenommen. Ziel war die Untersuchung des Auftretens von Hefepilzarten „Malassezia spp.“. Es wurde **kein** signifikanter Unterschied in der Häufigkeit von Hefepilzen zwischen Kaninchen mit Steh- und Hängeohren gefunden. In der untersuchten Fallserie von Diaz et al, 2021((Díaz, L., Castellá, G., Bragulat, M. R., Martorell, J., Paytuví-Gallart, A., Sanseverino, W., & Cabañes, F. J. 2021. External ear canal mycobiome of some rabbit breeds. Medical mycology, 59(7), 683-693. https://doi.org/10.1093/mmy/myaa097)) handelte es sich um insgesamt 60 Kaninchen: 44 Heimkaninchen und 16 Zuchtkaninchen. In allen Fällen war das Kriterium für die Aufnahme in die Studie das Fehlen einer Vorgeschichte und klinischer Anzeichen einer Otitis externa, die durch eine otoskopische Untersuchung bestätigt wurden. In dieser Studie wurden sowohl Hängeohrrassen wie „Belier“ und „Toy“, als auch Stehohrrassen wie Rex und Neuseeland aufgenommen. Ziel war die Untersuchung des Auftretens von Hefepilzarten „Malassezia spp.“. Es wurde **kein** signifikanter Unterschied in der Häufigkeit von Hefepilzen zwischen Kaninchen mit Steh- und Hängeohren gefunden.
 ==== Arts et al., 2023 ==== ==== Arts et al., 2023 ====
-Das Ziel der Untersuchung von Arts et al, 2023((Arts, H. T., Verstappen, F. A. L. M., Van der Vlis, B., Gabbe, B., 2023. Untersuchung der Prävalenz von Anomalien und Erkrankungen des Ohres bei Widderkaninchen.  http://www.zdrk.de/fileadmin/2023/StudieWidderkaninchen/UNTERSUCHUNG_DER_PRAEVALENZ_VON_ANOMALIEN_UND_ERKRANKUNGEN_DES_OHRES_BEI_WI...INCHEN.pdf)) bestand in der Erfassung von Anomalien und Erkrankungen der Augen, Ohren und Zähne bei Zuchtkaninchen, insbesondere solchen mit hängenden Ohren (Widderkaninchen). Die Grundgesamtheit bestand aus 2833 Kaninchen, die im Oktober 2022 auf einer Schau ausgestellt wurden. Die Auswahl einer statistisch repräsentativen Stichprobe von circa 10% aus der Grundgesamtheit der gemeldeten Kaninchen erfolgte durch eine zufällige Auswahl von Gehegenummern. In der Stichprobe vertreten waren insgesamt 218 Kaninchen mit hängenden Ohren (131 Zwergwidder, 45 Deutsche Kleinwidder, 34 Deutsche Widder, 5 Meissner Widder und 3 Englische Widder) sowie 65 Kaninchen mit stehenden Ohren.+Das Ziel der Untersuchung von Arts et al, 2023((Arts, H. T., Verstappen, F. A. L. M., Van der Vlis, B., Gabbe, B., 2023. Untersuchung der Prävalenz von Anomalien und Erkrankungen des Ohres bei Widderkaninchen. https://www.wrsa-deutschland.de/wp-content/uploads/2023/07/UNTERSUCHUNG-DER-PRAeVALENZ-VON-ANOMALIEN-UND-ERKRANKUNGEN-DES-OHRES-BEI-WIDDERKANINCHEN.pdf)) bestand in der Erfassung von Anomalien und Erkrankungen der Augen, Ohren und Zähne bei Zuchtkaninchen, insbesondere solchen mit hängenden Ohren (Widderkaninchen). Die Grundgesamtheit bestand aus 2833 Kaninchen, die im Oktober 2022 auf einer Schau ausgestellt wurden. Die Auswahl einer statistisch repräsentativen Stichprobe von circa 10% aus der Grundgesamtheit der gemeldeten Kaninchen erfolgte durch eine zufällige Auswahl von Gehegenummern. In der Stichprobe vertreten waren insgesamt 218 Kaninchen mit hängenden Ohren (131 Zwergwidder, 45 Deutsche Kleinwidder, 34 Deutsche Widder, 5 Meissner Widder und 3 Englische Widder) sowie 65 Kaninchen mit stehenden Ohren.
  
 Die untersuchten Kaninchen wurden anhand von Gehegenummern per Zufallsprinzip ausgewählt. Die Untersuchung wurde unangekündigt durchgeführt. Die untersuchten Kaninchen wurden anhand von Gehegenummern per Zufallsprinzip ausgewählt. Die Untersuchung wurde unangekündigt durchgeführt.
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 //Das eine Ansammlung von Ohrenschmalz im äußeren Gehörgang zu einer Ausstülpung des Gehörgangs und schließlich zu einer Gehörgangsentzündung führen könnte, wurde bei den untersuchten Kaninchen nicht beobachtet (Widderkaninchen und Rassen mit stehenden Ohren). In der Literatur wird dieses Problem bei Widderkaninchen als "aurale Divertikulose" beschrieben.((De Matos, R., Ruby, J., Van Hatten, R. A., & Thompson, M. (2015). Computed tomographic features of clinical and subclinical middle ear disease in domestic rabbits (Oryctolagus cuniculus): 88 cases (2007–2014). Journal of the American Veterinary Medical Association, 246(3), 336-343. https://doi.org/10.2460/javma.246.3.336)) Es wurden jedoch keine eindeutigen Unterschiede zwischen den verschiedenen Widderrassen und Rassen mit Stehohren festgestellt.//\\  //Das eine Ansammlung von Ohrenschmalz im äußeren Gehörgang zu einer Ausstülpung des Gehörgangs und schließlich zu einer Gehörgangsentzündung führen könnte, wurde bei den untersuchten Kaninchen nicht beobachtet (Widderkaninchen und Rassen mit stehenden Ohren). In der Literatur wird dieses Problem bei Widderkaninchen als "aurale Divertikulose" beschrieben.((De Matos, R., Ruby, J., Van Hatten, R. A., & Thompson, M. (2015). Computed tomographic features of clinical and subclinical middle ear disease in domestic rabbits (Oryctolagus cuniculus): 88 cases (2007–2014). Journal of the American Veterinary Medical Association, 246(3), 336-343. https://doi.org/10.2460/javma.246.3.336)) Es wurden jedoch keine eindeutigen Unterschiede zwischen den verschiedenen Widderrassen und Rassen mit Stehohren festgestellt.//\\ 
  
-//Es hat sich gezeigt, dass die Ohren aller Kaninchen in der Stichprobe frei von Ohrmilben waren. Insgesamt wurden bei 1,41% (4 Kaninchen) der Kaninchen anatomische Abweichungen des Schädels festgestellt (drei der vier beanstandeten Kaninchen wurden im Rahmen der Bewertung von den Preisrichtern ausfindig gemacht und die Stichprobe wurde um diese Kaninchen erweitert). In der Stichprobe wurden 566 Ohren untersucht. Bei 1,23% (7 Ohren// [2 Stehohren, 5 Widder]//) lag eine geringfügige Anomalie des Gehörgangs vor. Bei 0,18% (1 Ohr //[Widder]//) der in der Stichprobe untersuchten Ohren wurde eine Entzündung des Gehörgangs gefunden. Ebenfalls bei 0,18% (1 Ohr //[Widder]//) der untersuchten Ohren wurde eine nicht entzündliche Abweichung in der Beschaffenheit des Ohrenschmalzes konstatiert.//"((Arts, H. T., Verstappen, F. A. L. M., Van der Vlis, B., Gabbe, B., 2023. Untersuchung der Prävalenz von Anomalien und Erkrankungen des Ohres bei Widderkaninchen.  http://www.zdrk.de/fileadmin/2023/StudieWidderkaninchen/UNTERSUCHUNG_DER_PRAEVALENZ_VON_ANOMALIEN_UND_ERKRANKUNGEN_DES_OHRES_BEI_WI...INCHEN.pdf))  +//Es hat sich gezeigt, dass die Ohren aller Kaninchen in der Stichprobe frei von Ohrmilben waren. Insgesamt wurden bei 1,41% (4 Kaninchen) der Kaninchen anatomische Abweichungen des Schädels festgestellt (drei der vier beanstandeten Kaninchen wurden im Rahmen der Bewertung von den Preisrichtern ausfindig gemacht und die Stichprobe wurde um diese Kaninchen erweitert). In der Stichprobe wurden 566 Ohren untersucht. Bei 1,23% (7 Ohren// [2 Stehohren, 5 Widder]//) lag eine geringfügige Anomalie des Gehörgangs vor. Bei 0,18% (1 Ohr //[Widder]//) der in der Stichprobe untersuchten Ohren wurde eine Entzündung des Gehörgangs gefunden. Ebenfalls bei 0,18% (1 Ohr //[Widder]//) der untersuchten Ohren wurde eine nicht entzündliche Abweichung in der Beschaffenheit des Ohrenschmalzes konstatiert.//"((Arts, H. T., Verstappen, F. A. L. M., Van der Vlis, B., Gabbe, B., 2023. Untersuchung der Prävalenz von Anomalien und Erkrankungen des Ohres bei Widderkaninchen. https://www.wrsa-deutschland.de/wp-content/uploads/2023/07/UNTERSUCHUNG-DER-PRAeVALENZ-VON-ANOMALIEN-UND-ERKRANKUNGEN-DES-OHRES-BEI-WIDDERKANINCHEN.pdf))  
 ==== Chivers et al., 2023 ==== ==== Chivers et al., 2023 ====
-Chivers et al., 2023((Chivers, B. D., Keeler, M. R., & Burn, C. C. (2023). Ear health and quality of life in pet rabbits of differing ear conformations: A UK survey of owner-reported signalment risk factors and effects on rabbit welfare and behaviour. PLoS One, 18(7), e0285372. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0285372)) werteten mit Hilfe eines Online-Fragebogens von Tierbesitzern gemeldete Beobachtungen, tierärztliche Diagnosen von Ohrerkrankungen, Hörbeeinträchtigungen und Ohrenschmerzen für britische Heimkaninchen aus. Zusammenhänge zwischen Ohrzustandsmaßnahmen und Ohrkonformation, Lebensqualität und Verhalten wurden mittels logistischer Regression analysiert. Von 551 Rückmeldungen hatten 28,5% der Kaninchen Berichten zufolge Ohrerkrankungen; 21,2% diagnostiziert oder von Tierärzten erwähnt, wobei Otitis und überschüssiges Cerumen am häufigsten waren. Für ungefähr 25% der Widderkaninchen wurden Ohrerkrankungen ebrichtet, die durch einen Tierarzt diagnostiziert wurden, gegenüber 10% der Kaninchen mit stehenden Ohren. Diese Informationen wurden nicht verifiziert. Kaninchen mit Hängohren, halb hängenden Ohren sowie ältere Kaninchen waren am stärksten gefährdet (P<0,050). Halter berichteten, dass die Reaktionen auf Ohrenschmerzen im Vergleich zu anderen Kaninchen die Lebensqualität verringerten (P < 0,050). Kaninchen mit Ohrproblemen reagierten seltener auf relevante Geräusche und führten seltener Freudensprünge (orig.: binky) ausals Kaninchen ohne solche Probleme. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass eine verbesserte Erkennung und Behandlung von Ohrerkrankungen und die Vermeidung der Zucht von Kaninchen mit frühen Anzeichen oder einer Familiengeschichte von Ohrerkrankungen notwendig seien, um dieses Tierschutzproblem zu bekämpfen.+Chivers et al., 2023((Chivers, B. D., Keeler, M. R., & Burn, C. C. (2023). Ear health and quality of life in pet rabbits of differing ear conformations: A UK survey of owner-reported signalment risk factors and effects on rabbit welfare and behaviour. PLoS One, 18(7), e0285372. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0285372)) werteten mit Hilfe eines Online-Fragebogens von Tierbesitzern gemeldete Beobachtungen, tierärztliche Diagnosen von Ohrerkrankungen, Hörbeeinträchtigungen und Ohrenschmerzen für britische Heimkaninchen aus. Zusammenhänge zwischen Ohrzustandsmaßnahmen und Ohrkonformation, Lebensqualität und Verhalten wurden mittels logistischer Regression analysiert. Von 551 Rückmeldungen hatten 28,5% der Kaninchen Berichten zufolge Ohrerkrankungen; 21,2% diagnostiziert oder von Tierärzten erwähnt, wobei Otitis und überschüssiges Cerumen am häufigsten waren. Für ungefähr 25% der Widderkaninchen wurden Ohrerkrankungen berichtet, die durch einen Tierarzt diagnostiziert wurden, gegenüber 10% der Kaninchen mit stehenden Ohren. Diese Informationen wurden nicht verifiziert. Kaninchen mit Hängeohren, halb hängenden Ohren sowie ältere Kaninchen waren am stärksten gefährdet (P<0,050). Halter berichteten, dass die Reaktionen auf Ohrenschmerzen im Vergleich zu anderen Kaninchen die Lebensqualität verringerten (P < 0,050). Kaninchen mit Ohrproblemen reagierten seltener auf relevante Geräusche und führten seltener Freudensprünge (orig.: binky) aus als Kaninchen ohne solche Probleme. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass eine verbesserte Erkennung und Behandlung von Ohrerkrankungen und die Vermeidung der Zucht von Kaninchen mit frühen Anzeichen oder einer Familiengeschichte von Ohrerkrankungen notwendig seien, um dieses Tierschutzproblem zu bekämpfen.
  
 Nach Aussage der Autorinnen repräsentierten die ermittelten [[:praevalenz|Prävalenzen]] nicht die gesamte britische Kaninchenpopulation, da die Stichprobe aus selbstselektierten Haltern bestand und somit keine Zufallsstichprobe darstellte und die Angaben der Besitzer nicht überprüft werden konnten. Die Autorinnen erklärten, dass keine Interessenkonflikte vorliegen würden (orig.: //The authors have declared that no competing interests exist.//). Charlotte C. Burn, eine der Autorinnen, war auch an der [[krankheiten:ohrerkrankungen&#Johnson & Burn, 2019|"Tierheimstudie"]] mit 30, ausgewählten Tieren sowie an der Studie von [[krankheiten:ohrerkrankungen&#Jackson et al., 2025]] beteiligt. In letzterer erklärte sie als möglichen Interessenkonflikt ihre Mitgliedschaft im Vorstand der BVA's Animal Welfare Foundation (AWF).  Nach Aussage der Autorinnen repräsentierten die ermittelten [[:praevalenz|Prävalenzen]] nicht die gesamte britische Kaninchenpopulation, da die Stichprobe aus selbstselektierten Haltern bestand und somit keine Zufallsstichprobe darstellte und die Angaben der Besitzer nicht überprüft werden konnten. Die Autorinnen erklärten, dass keine Interessenkonflikte vorliegen würden (orig.: //The authors have declared that no competing interests exist.//). Charlotte C. Burn, eine der Autorinnen, war auch an der [[krankheiten:ohrerkrankungen&#Johnson & Burn, 2019|"Tierheimstudie"]] mit 30, ausgewählten Tieren sowie an der Studie von [[krankheiten:ohrerkrankungen&#Jackson et al., 2025]] beteiligt. In letzterer erklärte sie als möglichen Interessenkonflikt ihre Mitgliedschaft im Vorstand der BVA's Animal Welfare Foundation (AWF). 
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 Als ein Beurteilungsmerkmal für das Wohlbefinden von Heimkaninchen (//"Quality of Life, (Qol)"//) wurde das solitäre Spielen wie "Freudensprünge" benutzt (orig.: //specifically playing, binkying (‘joy jumps’ or ‘freudensprung’//). Die entsprechende Frage Nr. 15 in der Umfrage lautete: //"15. How frequently does your rabbit binky (jumping with all four paws off the ground, often seen during play)?"// (Übersetzung: Wie häufig macht Ihr Kaninchen Sprünge (Springen mit allen vier Pfoten vom Boden, oft beim Spielen zu beobachten)?)\\  Als ein Beurteilungsmerkmal für das Wohlbefinden von Heimkaninchen (//"Quality of Life, (Qol)"//) wurde das solitäre Spielen wie "Freudensprünge" benutzt (orig.: //specifically playing, binkying (‘joy jumps’ or ‘freudensprung’//). Die entsprechende Frage Nr. 15 in der Umfrage lautete: //"15. How frequently does your rabbit binky (jumping with all four paws off the ground, often seen during play)?"// (Übersetzung: Wie häufig macht Ihr Kaninchen Sprünge (Springen mit allen vier Pfoten vom Boden, oft beim Spielen zu beobachten)?)\\ 
  
-Der Median des Alters der Tiere in der Umfrage betrug 4 Jahre. In zwei großen Querschnittsstudien wurde von O'Neill et al., 2020((O'Neill, D. G., Craven, H. C., Brodbelt, D. C., Church, D. B., & Hedley, J. (2020). Morbidity and mortality of domestic rabbits (Oryctolagus cuniculus) under primary veterinary care in England. Veterinary Record, 186(14), 451-451. https://doi.org/10.1136/vr.105592)) der Median des Sterbealters von Heimkaninchen mit 4,3 Jahren und von O'Neill et al., 2024((O'Neill, D. G., Williams, A., Brodbelt, D. C., Church, D. B., & Hedley, J. (2024). Conformation‐associated health in pet rabbits in the UK: A VetCompass cohort study. Veterinary Record, 195(5). https://doi.org/10.1002/vetr.4396)) mit 5,0 Jahren ermittelt. Kraft, 1976((Kraft, R. 1976. Vergleichende Verhaltensstudien an Wild- und Hauskaninchen. Erlangen : Universität, 1976. Dissertation)) stellte in einer vergleichenden Verhaltensstudie von Wild- und Hauskaninchen fest, dass solitäres [[verhalten:verhalten&#Spielverhalten]] nur von jungen Wild- und Hauskaninchen beobachtet werden kann und von älteren Hauskaninchen nur selten. Insofern erscheint es höchst fragwürdig, warum ein Merkmal für die Beurteilung des Wohlbefindens von Tieren in einem geriatrischen Alter bzw. nahe dem mittleren Sterbealter von Heimkaninchen herangezogen wurde. Es wurden zwar zwei Reviews zum Thema "Wohlbefinden" von Tieren von Held & Spinke, 2011((Held, S. D., & Špinka, M. (2011). Animal play and animal welfare. Animal behaviour, 81(5), 891-899. https://doi.org/10.1016/j.anbehav.2011.01.007)) sowie Ahloy-Dallaire et al., 2018((Ahloy-Dallaire, J., Espinosa, J., & Mason, G. (2018). Play and optimal welfare: Does play indicate the presence of positive affective states?. Behavioural processes, 156, 3-15. https://doi.org/10.1016/j.beproc.2017.11.011)) erwähnt, aber nicht, dass in diesen auch ein höheres Alter berücksichtigt wurde.+Der Median des Alters der Tiere in der Umfrage betrug 4 Jahre. In zwei großen Querschnittsstudien wurde von O'Neill et al., 2020((O'Neill, D. G., Craven, H. C., Brodbelt, D. C., Church, D. B., & Hedley, J. (2020). Morbidity and mortality of domestic rabbits (Oryctolagus cuniculus) under primary veterinary care in England. Veterinary Record, 186(14), 451-451. https://doi.org/10.1136/vr.105592)) der Median des Sterbealters von Heimkaninchen mit 4,3 Jahren und von O'Neill et al., 2024((O'Neill, D. G., Williams, A., Brodbelt, D. C., Church, D. B., & Hedley, J. (2024). Conformation‐associated health in pet rabbits in the UK: A VetCompass cohort study. Veterinary Record, 195(5). https://doi.org/10.1002/vetr.4396)) mit 5,0 Jahren ermittelt. Kraft, 1976((Kraft, R. 1976. Vergleichende Verhaltensstudien an Wild- und Hauskaninchen. Erlangen : Universität, 1976. Dissertation)) stellte in einer vergleichenden Verhaltensstudie von Wild- und Hauskaninchen fest, dass solitäres [[verhalten:verhalten&#Spielverhalten]] nur von jungen Wild- und Hauskaninchen beobachtet werden kann und von älteren Hauskaninchen nur selten. Insofern erscheint es höchst fragwürdig, warum ein solches Merkmal für die Beurteilung des Wohlbefindens von Tieren in einem geriatrischen Alter bzw. nahe dem mittleren Sterbealter von Heimkaninchen herangezogen wurde. Es wurden zwar zwei Reviews zum Thema "Wohlbefinden" von Tieren von Held & Spinke, 2011((Held, S. D., & Špinka, M. (2011). Animal play and animal welfare. Animal behaviour, 81(5), 891-899. https://doi.org/10.1016/j.anbehav.2011.01.007)) sowie Ahloy-Dallaire et al., 2018((Ahloy-Dallaire, J., Espinosa, J., & Mason, G. (2018). Play and optimal welfare: Does play indicate the presence of positive affective states?. Behavioural processes, 156, 3-15. https://doi.org/10.1016/j.beproc.2017.11.011)) erwähnt, aber nicht, dass in diesen auch ein höheres Alter berücksichtigt wurde. So z. B. von Held & Spinke, 2011((Held, S. D., & Špinka, M. (2011). Animal play and animal welfare. Animal behaviour, 81(5), 891-899. https://doi.org/10.1016/j.anbehav.2011.01.007)): "//More importantly, how much an animal plays depends to a great degree on its age. Play typically has an inverted U-shaped distribution over ontogeny with highest frequencies occurring during infancy and the juvenile period//".
 ==== Monge et al., 2023 ==== ==== Monge et al., 2023 ====
 **Ziel** der Studie von Monge et al., 2023((Monge, E., Donnelly, T. M., Coutant, T., Bennett, R. A., & Pignon, C. (2023). Lateral ear canal resection and bulla osteotomy with marsupialization to treat otitis media in rabbits: forty‐eight procedures. Veterinary Surgery, 52(8), 1100-1111. https://doi.org/10.1111/vsu.14017)): Beschreibung der Resektion des lateralen Gehörgangs und der Bullaosteotomie mit Marsupialisation (LECARBOM) bei Kaninchen mit Otitis media (OM) sowie Bericht über Ergebnisse, Komplikationen, aus dem Mittelohr isolierte Bakterien und deren antimikrobielle Empfindlichkeitsprüfung (AST). **Ziel** der Studie von Monge et al., 2023((Monge, E., Donnelly, T. M., Coutant, T., Bennett, R. A., & Pignon, C. (2023). Lateral ear canal resection and bulla osteotomy with marsupialization to treat otitis media in rabbits: forty‐eight procedures. Veterinary Surgery, 52(8), 1100-1111. https://doi.org/10.1111/vsu.14017)): Beschreibung der Resektion des lateralen Gehörgangs und der Bullaosteotomie mit Marsupialisation (LECARBOM) bei Kaninchen mit Otitis media (OM) sowie Bericht über Ergebnisse, Komplikationen, aus dem Mittelohr isolierte Bakterien und deren antimikrobielle Empfindlichkeitsprüfung (AST).
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 Einige Ohranomalien, die mit der Hängeohrenform einhergehen, hatten eine weniger eindeutige klinische und tierschutzrelevante Bedeutung. Hängeohrkaninchen wiesen signifikant höhere Werte für flockiges Sekret im oberen Gehörgang und feuchtes Sekret im oberen und unteren Gehörgang auf. Ohne zytologische Untersuchung ließ sich nicht feststellen, ob es sich bei diesem Sekret um normales Ohrenschmalz oder um pathologisches Sekret handelt. Einige Ohranomalien, die mit der Hängeohrenform einhergehen, hatten eine weniger eindeutige klinische und tierschutzrelevante Bedeutung. Hängeohrkaninchen wiesen signifikant höhere Werte für flockiges Sekret im oberen Gehörgang und feuchtes Sekret im oberen und unteren Gehörgang auf. Ohne zytologische Untersuchung ließ sich nicht feststellen, ob es sich bei diesem Sekret um normales Ohrenschmalz oder um pathologisches Sekret handelt.
  
-Laut den Autorinnen war die klinische und tierschutzrelevante Relevanz einer Stenose unklar. Hängeohrkaninchen wiesen signifikant höhere Stenosewerte auf als Stehohrkaninchen; 86,39% der Hängeohrkaninchen litten unter einer Stenose unterschiedlichen Ausmaßes, verglichen mit 13,91% der Stehohrkaninchen. Die Stenosen wurden in verschiedenen Kategorien angegeben:\\ +Laut den Autorinnen war die klinische und tierschutzrelevante Relevanz einer Stenose unklar. Hängeohrkaninchen wiesen signifikant höhere Stenosewerte auf als Stehohrkaninchen; 86,39% der Hängeohrkaninchen litten unter einer Stenose unterschiedlichen Ausmaßes, verglichen mit 13,91% der Stehohrkaninchen. Die Stenosen ergaben sich nicht aus Vermessungen, also objektiven Fakten, sondern wurden subjektiv beurteilt und in verschiedenen Kategorien angegeben:\\ 
  
 ^Kategorie^Erläuterung^ ^Kategorie^Erläuterung^
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   * 25 Widder hatten eine Stenose Kategorie 3 im linken Ohr (14,8%), 1 Stehohr (< 1%)\\    * 25 Widder hatten eine Stenose Kategorie 3 im linken Ohr (14,8%), 1 Stehohr (< 1%)\\ 
  
-Da einige Tiere in beiden Ohren eine Stenosis aufwiesen, ergab sich eine Gesamtzahl von 33 Widderkaninchen (19,5%) und 1 Stehohr mit so verdickten Ohrwänden, dass ein **vollständiger** Verschluss vorlag. +Da einige Tiere in beiden Ohren eine Stenosis aufwiesen, ergab sich eine Gesamtzahl von 33 Widderkaninchen (19,5%) und 1 Stehohr mit so verdickten Ohrwänden, dass ein **vollständiger** Verschluss vorlag. Der Befund einer "verdickten Ohrwand" ist bisher aus klinischen Untersuchungen nicht bekannt, wurde also in dieser Studie erstmalig verwendet. Es kann vermutet werden, dass, anders als von Arts et al., 2023, die Untersuchung des Ohrgangs in dieser Studie durch die Tierärztinnen auf Grund der Biegung nicht vorgenommen werden konnte und deshalb auf diese Beschreibung ausgewichen wurde.\\ 
  
-Zum Vergleich: [[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Arts et al., 2023]] fanden in ihrer Untersuchung bei einem (1) Kaninchen einen verschlossenen Gehörgang, und zwar bei einem Hermelin mit Stehohren. In dieser Studie wurden die Tiere zufällig ausgewählt. Die Vorgehensweise bei der Untersuchung war laut Beschreibung die gleiche wie von Jacksonet al., 2025.\\ +Zum Vergleich: [[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Arts et al., 2023]] fanden in ihrer Untersuchung bei einem (1) Kaninchen einen verschlossenen Gehörgang, und zwar bei einem Hermelin mit Stehohren. In dieser Studie wurden die Tiere zufällig ausgewählt. Die Vorgehensweise bei der Untersuchung war laut Beschreibung die gleiche wie von Jackson et al., 2025.\\ 
  
 Die „Stenosen“ wurden auch von [[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Reuschel, 2018]] in einer Dissertation untersucht und standen ebenfalls im deutlichen Widerspruch zu den Ergebnissen von Jackson et al., 2025.\\  Die „Stenosen“ wurden auch von [[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Reuschel, 2018]] in einer Dissertation untersucht und standen ebenfalls im deutlichen Widerspruch zu den Ergebnissen von Jackson et al., 2025.\\ 
krankheiten/ohrerkrankungen.1768678672.txt.gz · Zuletzt geändert: von andreas

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