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krankheiten:zahnfehler

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 Chen Kang Chai veröffentlichte mit Karl-Heinz Degenhardt, 1962((Chai, C. K., & Degenhardt, K. H. (1962). Developmental anomalies in inbred rabbits. Journal of Heredity, 53(4), 174-182)) bzw. als alleiniger Autor (Chai, 1969((Chai, C. K. 1969. Effects of inbreeding in rabbits. Inbred lines, discrete characters, breeding performance, and mortality. Journal of Heredity, 60(2), 64-70)); Chai, 1970((Chai, C. K. 1970. Effect of inbreeding in rabbits. Skeletal variations and malformations. Journal of Heredity, 61, 2-8))) Artikel, die sich vor allem mit Inzuchtlinien am JAX (Jackson Laboratory) und den Auswirkungen dieser Zuchtform auf die Konstitution von Kaninchen beschäftigten.\\  Chen Kang Chai veröffentlichte mit Karl-Heinz Degenhardt, 1962((Chai, C. K., & Degenhardt, K. H. (1962). Developmental anomalies in inbred rabbits. Journal of Heredity, 53(4), 174-182)) bzw. als alleiniger Autor (Chai, 1969((Chai, C. K. 1969. Effects of inbreeding in rabbits. Inbred lines, discrete characters, breeding performance, and mortality. Journal of Heredity, 60(2), 64-70)); Chai, 1970((Chai, C. K. 1970. Effect of inbreeding in rabbits. Skeletal variations and malformations. Journal of Heredity, 61, 2-8))) Artikel, die sich vor allem mit Inzuchtlinien am JAX (Jackson Laboratory) und den Auswirkungen dieser Zuchtform auf die Konstitution von Kaninchen beschäftigten.\\ 
  
-Ab den 1930er Jahren wurden weltweit verstärkt Tierversuche durchgeführt, um auch Krankheiten des Menschen besser zu verstehen und behandeln zu können. Auf Grund der hohen Reproduktionsrate rückte dabei das Kaninchen als "Modelltier" in den Mittelpunkt des Interesses. Ergebnisse von Versuchen mit den Tieren konnten auf Grund der hohen Reproduktionsrate in kurzer Zeit auch an Nachkommen erzielt werden. Dafür benötigte man allerdings Tiere mit relativ gleichen Eigenschaften bzw. Merkmalen, um die Fehlerquote durch zu viele Variablen gering zu halten. Auch aus diesem Grund wurden an verschiedenen Instituten "Inzuchtlinien" etabliert. Kaninchen wurden „vornehmlich in der experimentellen Physiologie (Fortpflanzungsphysiologie) und Pathologie (Arteriosklerose, Tumorforschung), Teratologie, Immunologie (Herstellung von Hyperimmunseren), Arzneimittelprüfung (Pyrogentest), Gewinnung von Geweben sowie in der Erregerdiagnostik verwendet“ (Rudolph & Kalinowski, 1984((Rudolph, W. und Kalinowski, T. 1984. Das Hauskaninchen. Wittenberg : Ziemsen))). Das JAX mit dem Hauptsitz in Bar Harbor/Maine beherbergte früher eine große Sammlung von Kaninchen aus verschiedenen Inzuchtlinien, welche ab 1929 von P. B. Sawin aufgebaut wurde, der vom Rockefeller Institute zum JAX gewechselt war. Er kombinierte Inzucht mit einer Reihe von "Mutanten", die von biomedizinischem Interesse waren. Die Kolonie umfasste 18 Inzucht- oder Teilinzucht- und/oder Mutantenstämme; einige von ihnen wurden mit ihren Stammbäumen von Festing, 1979((Festing M. F. W. 1979. Inbred Strains of Rabbits. In: Inbred Strains in Biomedical Research. Palgrave, London. ISBN 978-1-349-03818-3)) in einem Buch aufgeführt. +Ab den 1930er Jahren wurden weltweit verstärkt Tierversuche durchgeführt, um auch Krankheiten des Menschen besser zu verstehen und behandeln zu können. Auf Grund der hohen Reproduktionsrate rückte dabei das Kaninchen als "[[studien:tiermodell_kaninchen|Modelltier]]" in den Mittelpunkt des Interesses. Ergebnisse von Versuchen mit den Tieren konnten auf Grund der hohen Reproduktionsrate in kurzer Zeit auch an Nachkommen erzielt werden. Dafür benötigte man allerdings Tiere mit relativ gleichen Eigenschaften bzw. Merkmalen, um die Fehlerquote durch zu viele Variablen gering zu halten. Auch aus diesem Grund wurden an verschiedenen Instituten "Inzuchtlinien" etabliert. Kaninchen wurden „vornehmlich in der experimentellen Physiologie (Fortpflanzungsphysiologie) und Pathologie (Arteriosklerose, Tumorforschung), Teratologie, Immunologie (Herstellung von Hyperimmunseren), Arzneimittelprüfung (Pyrogentest), Gewinnung von Geweben sowie in der Erregerdiagnostik verwendet“ (Rudolph & Kalinowski, 1984((Rudolph, W. und Kalinowski, T. 1984. Das Hauskaninchen. Wittenberg : Ziemsen))). Das JAX mit dem Hauptsitz in Bar Harbor/Maine beherbergte früher eine große Sammlung von Kaninchen aus verschiedenen Inzuchtlinien, welche ab 1929 von P. B. Sawin aufgebaut wurde, der vom Rockefeller Institute zum JAX gewechselt war. Er kombinierte Inzucht mit einer Reihe von "Mutanten", die von biomedizinischem Interesse waren. Die Kolonie umfasste 18 Inzucht- oder Teilinzucht- und/oder Mutantenstämme; einige von ihnen wurden mit ihren Stammbäumen von Festing, 1979((Festing M. F. W. 1979. Inbred Strains of Rabbits. In: Inbred Strains in Biomedical Research. Palgrave, London. ISBN 978-1-349-03818-3)) in einem Buch aufgeführt. 
  
 Bei den Ausgangstieren eines Stammes bzw. einer Zuchtlinie, die die Kennzeichnung "III" erhielt, handelte es sich um die Rasse "NZW" (New Zealand White = Weiße Neuseeländer mit einem Körpergewicht von 4-5 kg). Mitarbeiter am JAX waren z. B. Richard R. Fox, Dorcas D. Crary und Chen Kang Chai. In dem am häufigsten zitierten Artikel von Chai, 1970((Chai, C. K. 1970. Effect of inbreeding in rabbits. Skeletal variations and malformations. Journal of Heredity, 61, 2-8)) wurden vor allem Deformationen am Schädel beschrieben und mit Bildern belegt, die verschiedene Arten von Fehlstellungen zeigen, die nicht nur die Schneidezähne, sondern auch die Backenzähne betrafen und Verformungen der Prämaxillär-, Maxillär- und Nasenknochen hervorriefen (Maxillär = den Oberkiefer betreffend). Zusammenfassend hieß es, dass Variationen und Anomalien in kontinuierlich Inzucht betreibenden Kaninchenpopulationen beobachtet wurden und die Häufigkeit der verschiedenen Typen zwischen den Linien und zwischen den Generationen innerhalb der Linien variierte. Die negativen Auswirkungen der Inzucht, die sogenannte Inzuchtdepression, wurden nach modernen Konzepten der genetischen Belastung und der Genetik der Entwicklungshomöostase interpretiert. Der Prozess der Inzucht wurde als eine Synthese durch Versuch und Irrtum von Genotypen mit Genen betrachtet, die im homozygoten Zustand am besten ausbalanciert seien.  Bei den Ausgangstieren eines Stammes bzw. einer Zuchtlinie, die die Kennzeichnung "III" erhielt, handelte es sich um die Rasse "NZW" (New Zealand White = Weiße Neuseeländer mit einem Körpergewicht von 4-5 kg). Mitarbeiter am JAX waren z. B. Richard R. Fox, Dorcas D. Crary und Chen Kang Chai. In dem am häufigsten zitierten Artikel von Chai, 1970((Chai, C. K. 1970. Effect of inbreeding in rabbits. Skeletal variations and malformations. Journal of Heredity, 61, 2-8)) wurden vor allem Deformationen am Schädel beschrieben und mit Bildern belegt, die verschiedene Arten von Fehlstellungen zeigen, die nicht nur die Schneidezähne, sondern auch die Backenzähne betrafen und Verformungen der Prämaxillär-, Maxillär- und Nasenknochen hervorriefen (Maxillär = den Oberkiefer betreffend). Zusammenfassend hieß es, dass Variationen und Anomalien in kontinuierlich Inzucht betreibenden Kaninchenpopulationen beobachtet wurden und die Häufigkeit der verschiedenen Typen zwischen den Linien und zwischen den Generationen innerhalb der Linien variierte. Die negativen Auswirkungen der Inzucht, die sogenannte Inzuchtdepression, wurden nach modernen Konzepten der genetischen Belastung und der Genetik der Entwicklungshomöostase interpretiert. Der Prozess der Inzucht wurde als eine Synthese durch Versuch und Irrtum von Genotypen mit Genen betrachtet, die im homozygoten Zustand am besten ausbalanciert seien. 
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 Kalinowski & Rudolph, 1974((Kalinowski, T. & Rudolph, W. 1974. Untersuchungen zur Vererbung der Oberkieferverkürzung (Brachygnathia superior) beim Hauskaninchen. Wissenschaftliche Zeitschrift der Universität Rostock. 131-135)) berichteten über das "gehäufte Auftreten atypischer Wuchsformen der Schneidezähne" in einem Bestand von Weißen Neuseeländern in Deutschland. Laut Abstammungsnachweisen ging der Ausgangsbestand auf wenige Tiere zurück, die in den Jahren 1963/64 angeschafft wurden: //"Mit diesen Tieren war in den ersten Jahren zunächst Verwandtschaftszucht betrieben worden, um die Erhaltung und Vermehrung dieser mittelschweren Mastrasse zu sichern."//. Vermutet wurde die Vererbung durch ein rezessives Gen.\\  Kalinowski & Rudolph, 1974((Kalinowski, T. & Rudolph, W. 1974. Untersuchungen zur Vererbung der Oberkieferverkürzung (Brachygnathia superior) beim Hauskaninchen. Wissenschaftliche Zeitschrift der Universität Rostock. 131-135)) berichteten über das "gehäufte Auftreten atypischer Wuchsformen der Schneidezähne" in einem Bestand von Weißen Neuseeländern in Deutschland. Laut Abstammungsnachweisen ging der Ausgangsbestand auf wenige Tiere zurück, die in den Jahren 1963/64 angeschafft wurden: //"Mit diesen Tieren war in den ersten Jahren zunächst Verwandtschaftszucht betrieben worden, um die Erhaltung und Vermehrung dieser mittelschweren Mastrasse zu sichern."//. Vermutet wurde die Vererbung durch ein rezessives Gen.\\ 
  
-Rudolph & Kalinowski((Rudolph, W. und Kalinowski, T. 1984. Das Hauskaninchen. Wittenberg : Ziemsen)) gingen 1984 in ihrem Buch "Das Hauskaninchen" im Kapitel "Zuchtmethoden und Leistungsprüfungen" auf Ergebnisse von Inzucht und insbesondere auf die der Inzuchtlinien des JAX ein, die für bestimmte Forschungsaufgaben vonnöten waren: //"Im Verlauf ihrer Entwicklung wurden Untersuchungen über genetisch Defekte angestellt. Bestimmte Anomalien traten mit zunehmenden Generationen häufiger auf (z. B. Oberkieferverkürzung), andere nahmen prozentual nach den ersten Generationen wieder ab (z. B. Schädel- und Wirbeldeformationen und weitere waren fluktuierend vorhanden."//.\\ +Rudolph & Kalinowski((Rudolph, W. und Kalinowski, T. 1984. Das Hauskaninchen. Wittenberg : Ziemsen)) gingen 1984 in ihrem Buch "Das Hauskaninchen" im Kapitel "Zuchtmethoden und Leistungsprüfungen" auf Ergebnisse von Inzucht und insbesondere auf die der Inzuchtlinien des JAX ein, die für bestimmte Forschungsaufgaben vonnöten waren: //"Im Verlauf ihrer Entwicklung wurden Untersuchungen über genetisch Defekte angestellt. Bestimmte Anomalien traten mit zunehmenden Generationen häufiger auf (z. B. Oberkieferverkürzung), andere nahmen prozentual nach den ersten Generationen wieder ab (z. B. Schädel- und Wirbeldeformationenund weitere waren fluktuierend vorhanden."//.\\ 
  
 Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass verschiedene Quellen aus den Jahren 1936-1994 über eine pathologische, rezessiv vererbte Mutation bei Kaninchen berichteten, die sich in einer verkürzten Gesamtschädellänge und Länge des Diastemas des Oberkiefers bei unveränderter Länge des Unterkiefers äußert, die als "Brachygnathia superior" bezeichnet wird. Alle Kaninchen in diesen Untersuchungen stammten aus Inzuchtlinien bzw. Kreuzungen daraus, die zum Teil auch für biomedizinische Zwecke genutzt wurden. Diese Form einer erblichen, skelettalen Mutation ist normalerweise selten. Bei allen Tieren handelte es sich um mittelschwere Rassen mit mehr als 3,5 kg Lebendgewicht mit Stehohren (Nachtsheim, 1936; Chai & Degenhardt, 1962; Chai, 1969; Chai, 1970; Fox & Crary, 1971; Kalinowski & Rudolph, 1974; Fox, 1994; Lindsey & Fox, 1994). Eine Kopplung des erblich bedingten Zwergwuchses mit der erblich bedingten "Brachygnathia superior" ist nicht bekannt (Fox, 1994). Im Laufe der Zeit erfuhr die genetische Mutation, die auf Grund biomedizinischer Versuche an Kaninchen erkannt wurde, durch Zitierungen eine Bedeutung, die für die Kaninchenzucht abseits der Forschung eigentlich nur eine unwesentliche Rolle spielte.  Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass verschiedene Quellen aus den Jahren 1936-1994 über eine pathologische, rezessiv vererbte Mutation bei Kaninchen berichteten, die sich in einer verkürzten Gesamtschädellänge und Länge des Diastemas des Oberkiefers bei unveränderter Länge des Unterkiefers äußert, die als "Brachygnathia superior" bezeichnet wird. Alle Kaninchen in diesen Untersuchungen stammten aus Inzuchtlinien bzw. Kreuzungen daraus, die zum Teil auch für biomedizinische Zwecke genutzt wurden. Diese Form einer erblichen, skelettalen Mutation ist normalerweise selten. Bei allen Tieren handelte es sich um mittelschwere Rassen mit mehr als 3,5 kg Lebendgewicht mit Stehohren (Nachtsheim, 1936; Chai & Degenhardt, 1962; Chai, 1969; Chai, 1970; Fox & Crary, 1971; Kalinowski & Rudolph, 1974; Fox, 1994; Lindsey & Fox, 1994). Eine Kopplung des erblich bedingten Zwergwuchses mit der erblich bedingten "Brachygnathia superior" ist nicht bekannt (Fox, 1994). Im Laufe der Zeit erfuhr die genetische Mutation, die auf Grund biomedizinischer Versuche an Kaninchen erkannt wurde, durch Zitierungen eine Bedeutung, die für die Kaninchenzucht abseits der Forschung eigentlich nur eine unwesentliche Rolle spielte. 
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 Weiter hieß es von Nachtsheim, 1958: //"Eine monosymptomatische Oberkieferverkürzung als Folge einer reinen Knochenanomalie stellte H. NACHTSHEIM (1936-1940) beim Kaninchen fest. Die in verschiedener Hinsicht interessante und lehrreiche Mutation trat in einem Stamm Japanerkaninchen auf. In den ersten 4 Lebenswochen entwickeln sich die Tiere normal. Im Alter von etwa 4-6 Wochen bleibt der Oberkiefer im Wachstum zurück, richtiger gesagt, er streckt sich nicht normal, sondern wölbt sich im Bereich des Diastemas etwas nach oben."// Weiter hieß es von Nachtsheim, 1958: //"Eine monosymptomatische Oberkieferverkürzung als Folge einer reinen Knochenanomalie stellte H. NACHTSHEIM (1936-1940) beim Kaninchen fest. Die in verschiedener Hinsicht interessante und lehrreiche Mutation trat in einem Stamm Japanerkaninchen auf. In den ersten 4 Lebenswochen entwickeln sich die Tiere normal. Im Alter von etwa 4-6 Wochen bleibt der Oberkiefer im Wachstum zurück, richtiger gesagt, er streckt sich nicht normal, sondern wölbt sich im Bereich des Diastemas etwas nach oben."//
  
-Das Japanerkaninchen wiegt zwischen 3,75 bis 4,25 kg, gehört zu den mittelgroßen Rassen und ebenfalls nicht zu "Zwergkaninchen". Weiter stellte Nachtsheim, 1958 für Hermelinkaninchen fest: //"Ein letales Zwergkaninchen ist sowohl in der Neuen als auch in der Alten Welt beschrieben worden, und zwar von H. S. N. Greene, C. K. Hu und W. H. Brown (1934), P. D. Rosahn und H. N. S. Greene (1935) in den USA und von Nachtsheim (1937), Ch. Schnecke(1941) sowie F. Kröning (1939) in Deutschland. Wahrscheinlich handelt es sich in allen Fällen um das gleiche Gen (dw).… Das Gen dw verhält sich beim Kaninchen nicht 100 %ig recessiv, auch die Heterozygoten zeigen eine schwache Hemmung des Wachstums, doch sind die Heterozygoten voll vital. Die neugeborenen dw/dw-Kaninchen sind schon bei der Geburt mit Sicherheit zu klassifizieren (15-20 g schwer, die Normaltiere 30-40 g). Alle Homozygoten gehen in den den ersten Lebenswochen zugrunde."//+Das Japanerkaninchen wiegt zwischen 3,75 bis 4,25 kg, gehört zu den mittelgroßen Rassen und ebenfalls nicht zu "Zwergkaninchen". Weiter stellte Nachtsheim, 1958 für Hermelinkaninchen fest: //"Ein letales Zwergkaninchen ist sowohl in der Neuen als auch in der Alten Welt beschrieben worden, und zwar von H. S. N. Greene, C. K. Hu und W. H. Brown (1934), P. D. Rosahn und H. N. S. Greene (1935) in den USA und von Nachtsheim (1937), Ch. Schnecke (1941)sowie F. Kröning (1939) in Deutschland. Wahrscheinlich handelt es sich in allen Fällen um das gleiche Gen (dw). … Das Gen dw verhält sich beim Kaninchen nicht 100 %ig recessiv, auch die Heterozygoten zeigen eine schwache Hemmung des Wachstums, doch sind die Heterozygoten voll vital. Die neugeborenen dw/dw-Kaninchen sind schon bei der Geburt mit Sicherheit zu klassifizieren (15-20 g schwer, die Normaltiere 30-40 g). Alle Homozygoten gehen in den den ersten Lebenswochen zugrunde."//
  
 Weiter berichtete Isenbügel, 1996 von einer Untersuchung an seiner Klinik, laut der von insgesamt 4.200 Patienten 12% Zwergkaninchen waren, von denen wiederum 30% Zahnanomalien aufwiesen. Das heißt, von 504 Zwergkaninchen wiesen 162 Tiere eine Zahnanomalie auf, was 4% der gesamten Population von 4.200 Tieren entsprach. Konkrete Angaben zu den Zahnanomalien wurden nicht getroffen, man kann aber davon ausgehen, dass es sich nicht ausschließlich um genetisch bedingte handelte. Zum Vergleich: Eine Untersuchung der häufigsten Erkrankungen von 2.125 Kaninchen zwischen 1994-2003 an der Klinik für Zoo-, Heim- und Wildtiere der Vetsuisse Fakultät der Universität Zürich ergab einen Anteil von Zahnerkrankungen mit 14%, für die folgende Erklärung geliefert wurde: //"Dies könnte ein Hinweis sein, dass in neuerer Zeit die Zucht von Zwergformen, die bekanntlich mit Zahnfehlstellung einhergeht, das Auftreten von Zahnerkrankungen gefördert hat (14). Dem steht jedoch die Beobachtung entgegen, dass das mediane Alter unserer Kaninchenpatienten über 3 Jahren lag, was nicht für eine angeborene, sondern für eine erworbene Zahnerkrankung spricht."// (Langenecker et al., 2009((Langenecker, M.; Clauss, M.; Hässig, M.; Hatt, J. M. 2009. Vergleichende Untersuchung zur Krankheitsverteilung bei Kaninchen, Meerscheinchen, Ratten und Frettchen. Tierärztliche Praxis. Ausgabe K, Kleintiere, 37(5):326-333))).\\  Weiter berichtete Isenbügel, 1996 von einer Untersuchung an seiner Klinik, laut der von insgesamt 4.200 Patienten 12% Zwergkaninchen waren, von denen wiederum 30% Zahnanomalien aufwiesen. Das heißt, von 504 Zwergkaninchen wiesen 162 Tiere eine Zahnanomalie auf, was 4% der gesamten Population von 4.200 Tieren entsprach. Konkrete Angaben zu den Zahnanomalien wurden nicht getroffen, man kann aber davon ausgehen, dass es sich nicht ausschließlich um genetisch bedingte handelte. Zum Vergleich: Eine Untersuchung der häufigsten Erkrankungen von 2.125 Kaninchen zwischen 1994-2003 an der Klinik für Zoo-, Heim- und Wildtiere der Vetsuisse Fakultät der Universität Zürich ergab einen Anteil von Zahnerkrankungen mit 14%, für die folgende Erklärung geliefert wurde: //"Dies könnte ein Hinweis sein, dass in neuerer Zeit die Zucht von Zwergformen, die bekanntlich mit Zahnfehlstellung einhergeht, das Auftreten von Zahnerkrankungen gefördert hat (14). Dem steht jedoch die Beobachtung entgegen, dass das mediane Alter unserer Kaninchenpatienten über 3 Jahren lag, was nicht für eine angeborene, sondern für eine erworbene Zahnerkrankung spricht."// (Langenecker et al., 2009((Langenecker, M.; Clauss, M.; Hässig, M.; Hatt, J. M. 2009. Vergleichende Untersuchung zur Krankheitsverteilung bei Kaninchen, Meerscheinchen, Ratten und Frettchen. Tierärztliche Praxis. Ausgabe K, Kleintiere, 37(5):326-333))).\\ 
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 Zur [[fuetterung:geschichte|Historie]] der Kaninchenfütterung  Zur [[fuetterung:geschichte|Historie]] der Kaninchenfütterung 
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 +Nachtsheim, 1929: //"Bei den von Staffe untersuchten Wildkaninchen haben wir ein abnorm starkes Wachstum der Nagezähne, hervorgerufen dadurch, daß die Nagezähne von Ober- und Unterkiefer nicht richtig aufeinander paßten und sich infolgedessen nicht gleichmäßig abnutzten, eine nicht erbliche Anomalie, die auch bei Hauskaninchen und anderen Nagetieren gelegentlich zu beobachten ist. Ich gebe in Abb. 1 den Schädel eines Hauskaninchens aus meinen eigenen Versuchen wieder, das die gleiche Erscheinung zeigt. Es handelt sich um einen weißen Angora-Rammler (♂ 1369), dessen genetische Beschaffenheit ich genau kenne. Seine Vorfahren befanden sich bis zur vierten Generation in meinen Versuchen, außerdem habe ich eine große Zahl von Voll- und Halbgeschwistern dieses Tieres gezüchtet, ohne daß jemals eine ähnliche Zahnanomalie auftrat. Alles spricht dagegen, daß es sich um eine erbliche Erscheinung handelte. Übrigens können wir derartige Zahnanomalien auch künstlich hervorrufen, wenn wir einen Nagezahn herausbrechen, so daß dann der gegenüberstehende Nagezahn nicht mehr abgenutzt werden kann und hemmungslos weiterwächst. Im allgemeinen wird die Anomalie dadurch zustande kommen, daß aus irgend welchen äußeren Gründen (mechanische Einwirkung, Kieferinfektion usw.) die Nagezähne schief wachsen.\\ 
 +Selbstverständlich will ich nicht bestreiten, daß eine solche Anomalie auch einmal erblich bedingt sein könnte. Aber wir sollten mit der Verwendung des Begriffes "Mutation" etwas zurückhaltender sein."//((Nachtsheim, H. (1929). Die Entstehung der Kaninchenrassen im Lichte ihrer Genetik. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 14(1), 53-109.))(S. 64-65)
  
 ===== Studien ===== ===== Studien =====
-Siehe auch: [[:brachyzephalie#Mullan & Main, 2006|Mullan & Main, 2006]]; [[:brachyzephalie#Mäkitaipale et al., 2015|Mäkitaipale et al., 2015]]; [[:brachyzephalie#RVC, 2022/ Jackson et al., 2024|Jackson et al., 2024]]; bzw. [[krankheiten#prävalenzen|Prävalenzen]].+Siehe auch: [[:brachyzephalie#Mäkitaipale et al., 2015|Mäkitaipale et al., 2015]]; [[:brachyzephalie#RVC, 2022/ Jackson et al., 2024|Jackson et al., 2024]]; bzw. [[krankheiten#prävalenzen|Prävalenzen]].
 ==== Böhmer & Köstlin, 1988 ==== ==== Böhmer & Köstlin, 1988 ====
 In der Arbeit von Böhmer & Köstlin, 1988((Böhmer, E. & Köstlin, R. G. 1988. Zahnerkrankungen bzw.-anomalien bei Hasenartigen und Nagern. Der praktische Tierarzt, 69, 37-50.)) wurden Patientendaten von 494 Hasenartigen und Nagern (davon 279 Kaninchen) ausgewertet: In der Arbeit von Böhmer & Köstlin, 1988((Böhmer, E. & Köstlin, R. G. 1988. Zahnerkrankungen bzw.-anomalien bei Hasenartigen und Nagern. Der praktische Tierarzt, 69, 37-50.)) wurden Patientendaten von 494 Hasenartigen und Nagern (davon 279 Kaninchen) ausgewertet:
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 "//Störungen der Zahngesundheit in Form von "Elefantenzähnen" sind im Vergleich zu Tieren mit üblicher Zahnlängenentwicklung weniger auf ein übermäßiges Wachstum, als vielmehr auf einen reduzierten Abrieb zurückzuführen (infolge Fehlstellungen nutzen sich die Zähne nicht genügend aneinander ab). Das Angebot von Grundfutter hat bei klinisch manifesten Formen allerdings nur einen bescheidenen Effekt.//" "//Störungen der Zahngesundheit in Form von "Elefantenzähnen" sind im Vergleich zu Tieren mit üblicher Zahnlängenentwicklung weniger auf ein übermäßiges Wachstum, als vielmehr auf einen reduzierten Abrieb zurückzuführen (infolge Fehlstellungen nutzen sich die Zähne nicht genügend aneinander ab). Das Angebot von Grundfutter hat bei klinisch manifesten Formen allerdings nur einen bescheidenen Effekt.//"
  
-Einen Hinweis darauf, warum [[futtermittel:heu|Heu]] und Möhren nur einen "bescheidenen" Effekt hat, lieferten später [[krankheiten:zahnfehler&#Böhmer & Böhmer, 2017]] und Rühle, 2017((Rühle, A. 2017. Das Kaninchen - Nahrung und Gesundheit. Norderstedt: BoD. ISBN 978-3743117990)).+Einen Hinweis darauf, warum '[[futtermittel:heu|Heu]] und Möhrennur einen "bescheidenen" Effekt hat, lieferten später [[krankheiten:zahnfehler#Böhmer, 2017|Böhmer & Böhmer, 2017]] und Rühle, 2017((Rühle, A. 2017. Das Kaninchen - Nahrung und Gesundheit. Norderstedt: BoD. ISBN 978-3743117990)).
 ==== Glöckner, B. 2002 ==== ==== Glöckner, B. 2002 ====
 Zitate aus der Dissertation von Glöckner, 2002((Glöckner, B. 2002. Untersuchungen zur Ätiologie und Behandlung von Zahn- und Kiefererkrankungen beim Heimtierkaninchen. Berlin : Freie Universität, 2002. Dissertation)):\\  Zitate aus der Dissertation von Glöckner, 2002((Glöckner, B. 2002. Untersuchungen zur Ätiologie und Behandlung von Zahn- und Kiefererkrankungen beim Heimtierkaninchen. Berlin : Freie Universität, 2002. Dissertation)):\\ 
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 In Bezug auf statistische Methoden wurde in einem Vergleich folgendes festgestellt: //"Im Patientengut von JEKL et al. (2008) trat in 17 (21,25 %) Fällen eine Brachygnathia auf im Vergleich zu neun (8,2 %) Tieren der aktuellen Studie sowie drei (2,7 %) weiteren Kaninchen, die zum Zeitpunkt der Untersuchung in Allgemeinanästhesie einen Aufbiss hatten. Die unterschiedliche Prävalenz dieser Befunde in den beiden Untersuchungen kann damit erklärt werden, dass die Kaninchen in der vorliegenden Studie eine **Zufallsstichprobe** darstellen, während bei JEKL et al. (2008) die Tiere aufgrund von Symptomen vorstellig geworden waren, die mit Zahn- und Kieferveränderungen assoziiert sind."// In Bezug auf statistische Methoden wurde in einem Vergleich folgendes festgestellt: //"Im Patientengut von JEKL et al. (2008) trat in 17 (21,25 %) Fällen eine Brachygnathia auf im Vergleich zu neun (8,2 %) Tieren der aktuellen Studie sowie drei (2,7 %) weiteren Kaninchen, die zum Zeitpunkt der Untersuchung in Allgemeinanästhesie einen Aufbiss hatten. Die unterschiedliche Prävalenz dieser Befunde in den beiden Untersuchungen kann damit erklärt werden, dass die Kaninchen in der vorliegenden Studie eine **Zufallsstichprobe** darstellen, während bei JEKL et al. (2008) die Tiere aufgrund von Symptomen vorstellig geworden waren, die mit Zahn- und Kieferveränderungen assoziiert sind."//
 +==== Böhmer, 2017 ====
 +Böhmer & Böhmer, 2017((Böhmer, C., & Böhmer, E. (2017). Shape variation in the craniomandibular system and prevalence of dental problems in domestic rabbits: a case study in evolutionary veterinary science. Veterinary sciences, 4(1), 5.))
 +
 ==== Artiles et al., 2020 ==== ==== Artiles et al., 2020 ====
 Artiles //et al//., 2020((Artiles, C. A., Guzman, D. S. M., Beaufrère, H., & Phillips, K. L. 2020. Computed tomographic findings of dental disease in domestic rabbits (Oryctolagus cuniculus): 100 cases (2009–2017). Journal of the American Veterinary Medical Association, 257(3), 313-327.)) bewerteten retrospektiv CT-Befunde von 100 Heimkaninchen mit oder ohne Zahnerkrankung (Prävalenz-Zeitraum 01/2009 - 07/2017). Dabei wurden die  Einflüsse von Alter, Geschlecht, Fortpflanzungsstatus (intakt, kastriert oder sterilisiert), Körpergröße (von Zwerg bis Riese) sowie der Ohrform (stehend oder hängend) auf das Ausmaß einer erworbenenen Zahnerkrankung untersucht. Die einzige Variable, die signifikant mit einem Anstieg des Grades der erworbenen Zahnerkrankungen in Verbindung stand, war das Alter der Kaninchen. Dies stehe im Einklang mit der Annahme eines fortschreitenden Krankheitsverlaufs. ("//Our data did not show an association between breed// [Zwergkaninchen] //and incisor tooth malocclusion.//") Artiles //et al//., 2020((Artiles, C. A., Guzman, D. S. M., Beaufrère, H., & Phillips, K. L. 2020. Computed tomographic findings of dental disease in domestic rabbits (Oryctolagus cuniculus): 100 cases (2009–2017). Journal of the American Veterinary Medical Association, 257(3), 313-327.)) bewerteten retrospektiv CT-Befunde von 100 Heimkaninchen mit oder ohne Zahnerkrankung (Prävalenz-Zeitraum 01/2009 - 07/2017). Dabei wurden die  Einflüsse von Alter, Geschlecht, Fortpflanzungsstatus (intakt, kastriert oder sterilisiert), Körpergröße (von Zwerg bis Riese) sowie der Ohrform (stehend oder hängend) auf das Ausmaß einer erworbenenen Zahnerkrankung untersucht. Die einzige Variable, die signifikant mit einem Anstieg des Grades der erworbenen Zahnerkrankungen in Verbindung stand, war das Alter der Kaninchen. Dies stehe im Einklang mit der Annahme eines fortschreitenden Krankheitsverlaufs. ("//Our data did not show an association between breed// [Zwergkaninchen] //and incisor tooth malocclusion.//")
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 Zwischen 2018 und 2021 wurden in einer chilenischen Tierklinik insgesamt 1.420 Heimkaninchen registriert, von denen 361 (25,4 %) mit einer erworbenenen Zahnerkrankung diagnostiziert wurden. Als signifikante Risikofaktoren identifizierten Palma-Medel //et al//., 2023((Palma-Medel, T., Marcone, D., & Alegría-Morán, R. 2023. Dental disease in rabbits (Oryctolagus cuniculus) and its risk factors—a private practice study in the metropolitan region of Chile. Animals, 13(4), 676.)) retrospektiv das Alter und das Geschlecht (männlich). Schützend wirkten sich eine großzügige Haltung (ohne Käfig) sowie der Verzehr von [[futtermittel:heu|Heu]] als Teil der Ernährung aus. In dieser Studie war für die meisten Kaninchen keine Rassezuordnung möglich (vermutlich überwiegend klein-/ mittelrahmige Mischlinge). Zwischen 2018 und 2021 wurden in einer chilenischen Tierklinik insgesamt 1.420 Heimkaninchen registriert, von denen 361 (25,4 %) mit einer erworbenenen Zahnerkrankung diagnostiziert wurden. Als signifikante Risikofaktoren identifizierten Palma-Medel //et al//., 2023((Palma-Medel, T., Marcone, D., & Alegría-Morán, R. 2023. Dental disease in rabbits (Oryctolagus cuniculus) and its risk factors—a private practice study in the metropolitan region of Chile. Animals, 13(4), 676.)) retrospektiv das Alter und das Geschlecht (männlich). Schützend wirkten sich eine großzügige Haltung (ohne Käfig) sowie der Verzehr von [[futtermittel:heu|Heu]] als Teil der Ernährung aus. In dieser Studie war für die meisten Kaninchen keine Rassezuordnung möglich (vermutlich überwiegend klein-/ mittelrahmige Mischlinge).
 ==== O'Neill et al., 2024 ==== ==== O'Neill et al., 2024 ====
 +
 +O'Neill //et al//., 2024((O'Neill, D. G., Williams, A., Brodbelt, D. C., Church, D. B., Hedley, J. 2024. Conformation-associated health in pet rabbits in the UK: A VetCompass cohort study. Vet Rec. 2024;e4396. https://doi.org/10.1002/vetr.4396))
  
 ==== Jackson et al., 2025 ==== ==== Jackson et al., 2025 ====
-Jackson //et al//., 2025((Jackson, M. A., Betts, M., Hedley, J., & Burn, C. C. 2025. Rabbit Dental Abnormalities: Investigation of Conformational Risk Factors in a Pedigree Rabbit Population. Animals: an Open Access Journal from MDPI, 15(7), 980.)) untersuchten zwischen Oktober 2023 und Februar 2024 auf acht Ausstellungen und in neun Zuchtstätten in England und Schottland insgesamt 435 Kaninchen aus 49 Rassen ([[hauskaninchen:kaninchenrassen#Kaninchenrassen im 21. Jahrhundert|BRC]]).\\ Die Berechnung der Mindeststichprobengröße mit 54 brachyzephalen Kaninchen und 54 mit längerem Kopf basierte auf Siriporn & Weerakhun, 2014((Siriporn, B., & Weerakhun, S. 2014. A study of risk factors, clinical signs and radiographic findings in relation to dental diseases of domestic rabbits.)) (klinische Fall-Kontroll-Studie aus Thailand); bzw. mit jeweils 216 Kaninchen auf [[krankheiten#Jackson et al., 2024|Jackson et al., 2024]]((Jackson, M. A., Burn, C. C., Hedley, J., Brodbelt, D. C., & O'Neill, D. G. 2024. Dental disease in companion rabbits under UK primary veterinary care: Frequency and risk factors. Veterinary Record, 194(6), https://doi.org/10.1002/vetr.3993)).\\  +Jackson //et al//., 2025((Jackson, M. A., Betts, M., Hedley, J., & Burn, C. C. 2025. Rabbit Dental Abnormalities: Investigation of Conformational Risk Factors in a Pedigree Rabbit Population. Animals: an Open Access Journal from MDPI, 15(7), 980.)) untersuchten zwischen Oktober 2023 und Februar 2024 auf acht Ausstellungen und in neun Zuchtstätten in England und Schottland insgesamt 435 Kaninchen aus 49 Rassen ([[hauskaninchen:kaninchenrassen#Rassestandards|BRC]]).\\ Die Berechnung der Mindeststichprobengröße mit 54 brachyzephalen Kaninchen und 54 mit längerem Kopf basierte auf Siriporn & Weerakhun, 2014((Siriporn, B., & Weerakhun, S. 2014. A study of risk factors, clinical signs and radiographic findings in relation to dental diseases of domestic rabbits.)) (klinische Fall-Kontroll-Studie aus Thailand); bzw. mit jeweils 216 Kaninchen auf [[krankheiten#Jackson et al., 2024|Jackson et al., 2024]]((Jackson, M. A., Burn, C. C., Hedley, J., Brodbelt, D. C., & O'Neill, D. G. 2024. Dental disease in companion rabbits under UK primary veterinary care: Frequency and risk factors. Veterinary Record, 194(6), https://doi.org/10.1002/vetr.3993)).\\  
 Vor der eigentlichen Datenerhebung wurden während einer sechswöchigen Pilotphase ein Prüfprotokoll, eine Checkliste, sowie eine fotografische Skala von eins (sehr brachyzephal) bis fünf (dolichozephal) zur Einordnung der Kopfform erstellt. Vor der eigentlichen Datenerhebung wurden während einer sechswöchigen Pilotphase ein Prüfprotokoll, eine Checkliste, sowie eine fotografische Skala von eins (sehr brachyzephal) bis fünf (dolichozephal) zur Einordnung der Kopfform erstellt.
    
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