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feldhase:feldhase [2025/05/15 19:33] andreasfeldhase:feldhase [2026/08/11 20:58] (aktuell) kathrin
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 Der Feldhase (//Lepus europaeus//) sieht dem Wildkaninchen äußerlich ähnlich und wird nicht selten mit diesem verwechselt. In der Umgangssprache ist auch häufig vom "Hasen" die Rede, obwohl ein Kaninchen gemeint ist. Das weibliche Wildkaninchen wird im deutschen Sprachraum allgemein als "Häsin" bezeichnet.\\  Der Feldhase (//Lepus europaeus//) sieht dem Wildkaninchen äußerlich ähnlich und wird nicht selten mit diesem verwechselt. In der Umgangssprache ist auch häufig vom "Hasen" die Rede, obwohl ein Kaninchen gemeint ist. Das weibliche Wildkaninchen wird im deutschen Sprachraum allgemein als "Häsin" bezeichnet.\\ 
  
-Feldhasen waren ursprünglich Steppenbewohner und gelten als ausgesprochene Kulturfolger. Ihr natürlicher Lebensraum sind offene Landschaften. Durch den Feldanbau mit ganzjährigem Futterangebot gelang ihnen die Verbreitung über ganz Europa. Sie fehlen in geschlossenen Wäldern und in Höhen über 1600 m. Hasen leben zum größten Teil als Einzelgänger, die sich nur während der Paarungszeit versammeln. Ist die Populationsdichte sehr hoch, trifft man sie aber auch in Gruppen an. Sie verlassen ihr angestammtes Revier nur ungern, Wanderungen über weitere Strecken erfolgen z. B. bei Nahrungsmangel oder wenn die Zahl der Tiere im Revier zu groß wird. Im Revier legen sie feste Wechsel an, die sie regelmäßig benutzen. +Feldhasen waren ursprünglich Steppenbewohner und gelten als ausgesprochene Kulturfolger. Ihr natürlicher Lebensraum sind offene Landschaften. Durch den Feldanbau mit ganzjährigem Futterangebot gelang ihnen die Verbreitung über ganz Europa. Sie fehlen in geschlossenen Wäldern und in Höhen über 1.600 m. Hasen leben zum größten Teil als Einzelgänger, die sich nur während der Paarungszeit versammeln. Ist die Populationsdichte sehr hoch, trifft man sie aber auch in Gruppen an. Sie verlassen ihr angestammtes Revier nur ungern, Wanderungen über weitere Strecken erfolgen z. B. bei Nahrungsmangel oder wenn die Zahl der Tiere im Revier zu groß wird. Im Revier legen sie feste Wechsel an, die sie regelmäßig benutzen. 
  
-<imgcaption label1|Feldhase in der Sasse mit eng angelegten Ohren>{{ feldhase:feldhase:Lepus_europaeus.jpg]?250}}</imgcaption>Im Gegensatz zu Kaninchen graben Hasen keine Baue, sondern leben oderirdisch. Die Ruheplätze werden als „Sassen“ bezeichnet. Dabei handelt es sich um natürliche Vertiefungen, die sie durch Scharren einrichten. In diesen Sassen bleiben sie auch bei Gefahr - erst wenn ein Feind zu nahekommt, springen sie aus dem Lager. Auf Fluchten entwickeln sie Geschwindigkeiten von 55-70 km/h und springen bis zu zweieinhalb Meter weit. Die Häsin bringt nach einer durchschnittlichen Tragzeit von 42 Tagen 1-5 Jungtiere zur Welt, die bereits über Fell verfügen und sehen können. Besonders auffällig ist die gelbe Iris (Regenbogenhaut des Auges) des Feldhasen. Die des Wildkaninchens ist braun.+<imgcaption label1|Feldhase in der Sasse mit eng angelegten Ohren>{{ feldhase:feldhase:Lepus_europaeus.jpg]?250}}</imgcaption>Im Gegensatz zu Kaninchen graben Hasen keine Baue, sondern leben oderirdisch. Die Ruheplätze werden als „Sassen“ bezeichnet. Dabei handelt es sich um natürliche Vertiefungen, die sie durch Scharren einrichten. In diesen Sassen bleiben sie auch bei Gefahr -- erst wenn ein Feind zu nahekommt, springen sie aus dem Lager. Auf Fluchten entwickeln sie Geschwindigkeiten von 55-70 km/h und springen bis zu zweieinhalb Meter weit. Die Häsin bringt nach einer durchschnittlichen Tragzeit von 42 Tagen 1-5 Jungtiere zur Welt, die bereits über Fell verfügen und sehen können. Besonders auffällig ist die gelbe Iris (Regenbogenhaut des Auges) des Feldhasen. Die des Wildkaninchens ist braun.
  
 Insgesamt sind Wildkaninchen deutlich kleiner als Feldhasen. Sie haben ein graubraunes Fell, welches im Nacken braun/rostrot gefärbt ist, während die Bauchseite eine weißliche bis cremefarbene Färbung aufweist. Die Ohren (Löffel) sind einfarbig, die des Feldhasen weisen schwarze Spitzen auf.\\  Insgesamt sind Wildkaninchen deutlich kleiner als Feldhasen. Sie haben ein graubraunes Fell, welches im Nacken braun/rostrot gefärbt ist, während die Bauchseite eine weißliche bis cremefarbene Färbung aufweist. Die Ohren (Löffel) sind einfarbig, die des Feldhasen weisen schwarze Spitzen auf.\\ 
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 In der folgenden Tabelle sind einige Unterschiede aufgeführt, die zwischen Feldhasen und Wildkaninchen bestehen.  In der folgenden Tabelle sind einige Unterschiede aufgeführt, die zwischen Feldhasen und Wildkaninchen bestehen. 
  
-Tabelle: Vergleich einiger Merkmale von Wildkaninchen (//Oryctolagus cuniculus//) und Feldhase (//Lepus europaeus//); aus (Angermann, 1972)((Angermann, R. 1972. Das Europäische Wildkaninchen. [Hrsg.] B. Grzimek. Grzimeks Tierleben. Enzyklopädie des Tierreichs. Zürich : Kindler, 1972, Bd. 3. Bd. XIII Säugetiere)), (Nachtsheim, et al., 1977)((Nachtsheim, Hans und Stengel, Hans. 1977. Vom Wildtier zum Haustier. Berlin, Hamburg : Parey, 1977. ISBN 3-489-60636-1)), (Leicht, 1979)((Leicht, W. H. 1979. Tiere der offenen Kulturlandschaft. Feldhase, Wildkaninchen. Heidelberg : Quelle und Meyer, 1979. ISBN 3-494-00937-6)), (Gibb, et al., 1994)((Gibb, J. A. und Williams, J. M. 1994. The rabbit in New Zealand. In: [Hrsg.] H. V. Thompson und C. M. King. The European Rabbit. The history and bology of a successful colonizer. Oxford, New York, Tokyo : Oxford University Press, 1994)), (Bensinger, 2002)((Bensinger, S. 2002. Untersuchungen zur Reproduktionsleistung von Feldhäsinnen (Lepus europaeus PALLAS, 1778), gleichzeitig ein Beitrag zur Ursachenfindung des Populationsrückganges dieser Wildtierart. Leipzig : Univ., 2002. Diss.)), (von Holst, 2004)((von Holst, D. 2004. Populationsbiologische Untersuchungen beim Wildkaninchen - Der Einfluss von Sozialverhalten und Stress auf Vitalität und Fortpflanzung. LÖBF-Mitteilungen. 2004, 1/04, S. 17-21)), (Pegel, 2005)((Pegel, M. 2005. Europäischer Feldhase (Lepus europaeus Pallas, 1778). [Hrsg.] M. Braun und F. Dieterl. Die Säugetiere Baden-Württembergs. Stuttgart : Ulmer, 2005, S. 105-130))+Tabelle: Vergleich einiger Merkmale von Wildkaninchen (//Oryctolagus cuniculus//) und Feldhase (//Lepus europaeus//); aus Angermann, 1972((Angermann, R. 1972. Das Europäische Wildkaninchen. [Hrsg.] B. Grzimek. Grzimeks Tierleben. Enzyklopädie des Tierreichs. Zürich : Kindler, 1972, Bd. 3. Bd. XIII Säugetiere)), Nachtsheim & Stengel, 1977((Nachtsheim, Hans und Stengel, Hans. 1977. Vom Wildtier zum Haustier. Berlin, Hamburg : Parey, 1977. ISBN 3-489-60636-1)), Leicht, 1979((Leicht, W. H. 1979. Tiere der offenen Kulturlandschaft. Feldhase, Wildkaninchen. Heidelberg : Quelle und Meyer, 1979. ISBN 3-494-00937-6)), Gibb & Williams, 1994((Gibb, J. A. und Williams, J. M. 1994. The rabbit in New Zealand. In: [Hrsg.] H. V. Thompson und C. M. King. The European Rabbit. The history and bology of a successful colonizer. Oxford, New York, Tokyo : Oxford University Press, 1994)), Bensinger, 2002((Bensinger, S. 2002. Untersuchungen zur Reproduktionsleistung von Feldhäsinnen (Lepus europaeus PALLAS, 1778), gleichzeitig ein Beitrag zur Ursachenfindung des Populationsrückganges dieser Wildtierart. Leipzig : Univ., 2002. Diss.)), von Holst, 2004((von Holst, D. 2004. Populationsbiologische Untersuchungen beim Wildkaninchen - Der Einfluss von Sozialverhalten und Stress auf Vitalität und Fortpflanzung. LÖBF-Mitteilungen. 2004, 1/04, S. 17-21)), Pegel, 2005((Pegel, M. 2005. Europäischer Feldhase (Lepus europaeus Pallas, 1778). [Hrsg.] M. Braun und F. Dieterl. Die Säugetiere Baden-Württembergs. Stuttgart : Ulmer, 2005, S. 105-130))
  
 ^  Wildkaninchen (//Oryctolagus cuniculus// \\ {{  feldhase:feldhase:wildkaninchen_oryctolagus_cuniculus.jpg  }}  ^  Feldhase (//Lepus europaeus//)\\ {{  feldhase:feldhase:europaeischer_feldhase_lepus_europaeus.jpg  }}  ^ ^  Wildkaninchen (//Oryctolagus cuniculus// \\ {{  feldhase:feldhase:wildkaninchen_oryctolagus_cuniculus.jpg  }}  ^  Feldhase (//Lepus europaeus//)\\ {{  feldhase:feldhase:europaeischer_feldhase_lepus_europaeus.jpg  }}  ^
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 |44 Chromosomen|48 Chromosomen| |44 Chromosomen|48 Chromosomen|
 |Hartkot zum Teil mit Geruch des Sekrets der Analdrüsen|Geruchsfreier Kot| |Hartkot zum Teil mit Geruch des Sekrets der Analdrüsen|Geruchsfreier Kot|
 +
 +Feldhasen könnten zur Verbreitung von Mikrosporidien wie //E. cuniculi// in der Umwelt beitragen (identifizierte Genotypen: I, II und III).((Konvalinová, A., Křesťanová, M., Holubová, N., Fenclová, J., Kicia, M., Rajský, M., ... & Kváč, M. (2026). Genetic characterisation of Cryptosporidium spp., Encephalitozoon spp., and Enterocytozoon bieneusi in European brown hare (Lepus europaeus) in Central Europe. Parasite, 33, 43.)) ([[krankheiten:encephalitozoonose|Encephalitozoonose]])
  
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feldhase/feldhase.txt · Zuletzt geändert: von kathrin

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