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genetik:koerpergroesse_allgemein

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genetik:koerpergroesse_allgemein [2026/03/23 21:06] – [Ohrlänge] kathringenetik:koerpergroesse_allgemein [2026/07/25 21:20] (aktuell) – [Geschichte] kathrin
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 //"Die Veränderungen des Kaninchens unter dem Einfluss der Domestikation sind mannigfacher Art. In erster Linie hat die Größe stark zugenommen."// (Nachtsheim, H. 1929. Tierheilkunde und Tierzucht. Sechster Band. Berlin, Wien. Hrsg.: Stang, V., Wirth, D. pp. 1-14.((Möbes, W. K. G. 1946. Bibliographie des Kaninchens nebst Anhang. I. Das Frettchen. II. Das Meerschweinchen. Bd. 1. Akademischer Verlag Halle.)), S. 90, 143) //"Die Veränderungen des Kaninchens unter dem Einfluss der Domestikation sind mannigfacher Art. In erster Linie hat die Größe stark zugenommen."// (Nachtsheim, H. 1929. Tierheilkunde und Tierzucht. Sechster Band. Berlin, Wien. Hrsg.: Stang, V., Wirth, D. pp. 1-14.((Möbes, W. K. G. 1946. Bibliographie des Kaninchens nebst Anhang. I. Das Frettchen. II. Das Meerschweinchen. Bd. 1. Akademischer Verlag Halle.)), S. 90, 143)
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 +//"Ich habe schon darauf hingewiesen, daß im Mittelalter und bis in die Neuzeit hinein das Kaninchen ausschließlich Fleischtier war. Man züchtete auf Fleisch, d. h. auf Größe, das Fell und seine Farbe spielten noch kaum eine Rolle. Und so entstanden auf dem Wege künstlicher Zuchtwahl die Rassen des domestizierten Kaninchens, die sich vom Wildkaninchen in erster Linie durch ihre Größe unterschieden. Während das Wildkaninchen selten schwerer als vier Pfund wird, trieb man das Gewicht des domestizierten Kaninchens langsam aber beständig in die Höhe bis zu dem Gewicht unserer heutigen Belgischen Riesen mit nicht selten 14 und mehr Pfund."//((Nachtsheim, H. (1929). Die Entstehung der Kaninchenrassen im Lichte ihrer Genetik. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 14(1), 53-109.))(S. 58)
  
 ==== Riesenwuchs ==== ==== Riesenwuchs ====
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 ==== Ohrlänge ==== ==== Ohrlänge ====
  
-Die Ohrlänge korreliert normalerweise mit der Körpergröße. Bei Widder-Rassen, die auf lange Ohren selektiert wurden (insbesondere Englische Widder), könnten mehrere Gene eine Rolle bei der Ausprägung dieses Merkmals spielen (Review, Fontanesi, 2021((Fontanesi, L. 2021. Genetics and molecular genetics of morphological and physiological traits and inherited disorders in the European rabbit. In: The genetics and genomics of the rabbit (pp. 120-162). Wallingford UK: CABI. ISBN: 9 781 78064 3342.)), S. 147)+Die Ohrlänge korreliert normalerweise mit der Körpergröße. Bei Widder-Rassen, die auf lange Ohren selektiert wurden (insbesondere Englische Widder), könnten mehrere Gene eine Rolle bei der Ausprägung dieses Merkmals spielen (Review, Fontanesi, 2021((Fontanesi, L. 2021. Genetics and molecular genetics of morphological and physiological traits and inherited disorders in the European rabbit. In: The genetics and genomics of the rabbit (pp. 120-162). Wallingford UK: CABI. ISBN: 9 781 78064 3342.)), S. 147).
  
 Lang, 1910((Lang, A. 1910. Die Erblichkeitsverhältnisse der Ohrenlänge der Kaninchen nach Castle und das Problem der intermediären Vererbung und Bildung konstanter Bastardrassen. Zeitschrift für induktive Abstammungs-und Vererbungslehre, 4(1), 1-23.)) führte aus, wie "schwierig, umständlich und zeitraubend" es sei, Genotypen "höherer Tiere" anhand von Zuchtexperimenten zu bestimmen. An Castles((Castle, W. E., Walter, H. E., Mullenix, R. C., & Cobb, S. 1909. Studies of inheritance in rabbits. Carnegie Institution of Washington. Publication no. 114.))(S. 9-35) Auffassung einer intermediären Vererbung ("//blending inheritance//") quantitativer Merkmale -- z.B. der Ohrlänge beim Kaninchen ("//Eine Kreuzung zwischen Kaninchen, die sich in der Ohrlänge unterscheiden, erzeugt Nachkommen mit Ohren von mittlerer Länge, die um den Mittelwert der elterlichen Ohrlängen variieren.//") -- übte er Kritik: seine, aus heutiger Sicht, wichtigsten Ideen waren: Lang, 1910((Lang, A. 1910. Die Erblichkeitsverhältnisse der Ohrenlänge der Kaninchen nach Castle und das Problem der intermediären Vererbung und Bildung konstanter Bastardrassen. Zeitschrift für induktive Abstammungs-und Vererbungslehre, 4(1), 1-23.)) führte aus, wie "schwierig, umständlich und zeitraubend" es sei, Genotypen "höherer Tiere" anhand von Zuchtexperimenten zu bestimmen. An Castles((Castle, W. E., Walter, H. E., Mullenix, R. C., & Cobb, S. 1909. Studies of inheritance in rabbits. Carnegie Institution of Washington. Publication no. 114.))(S. 9-35) Auffassung einer intermediären Vererbung ("//blending inheritance//") quantitativer Merkmale -- z.B. der Ohrlänge beim Kaninchen ("//Eine Kreuzung zwischen Kaninchen, die sich in der Ohrlänge unterscheiden, erzeugt Nachkommen mit Ohren von mittlerer Länge, die um den Mittelwert der elterlichen Ohrlängen variieren.//") -- übte er Kritik: seine, aus heutiger Sicht, wichtigsten Ideen waren:
-  * Quantitative Merkmale werden von mehreren Faktoren (Gene, Umwelt) bestimmt; jedes der beteiligten Gene folgt für sich allein genommen den Mendelschen Regeln. (Anmerkung: R. Fisher stellte 1918 fest, dass quantitative Merkmale durch multiple Mendel´sche Gene vererbt werden.((Visscher, P. M., & Goddard, M. E. (2019). From RA Fisher’s 1918 paper to GWAS a century later. Genetics, 211(4), 1125-1130.)))+  * Quantitative Merkmale werden von mehreren Faktoren (Gene, Umwelt) bestimmt; jedes der beteiligten Gene folgt für sich allein genommen den [[historische_meilensteine#Mendelsche Vererbung|Mendelschen Regeln]]. (Anmerkung: R. Fisher stellte 1918 fest, dass quantitative Merkmale durch multiple Mendel´sche Gene vererbt werden.((Visscher, P. M., & Goddard, M. E. (2019). From RA Fisher’s 1918 paper to GWAS a century later. Genetics, 211(4), 1125-1130.)))
   *  Abstufungen in der Ausbildung eines Merkmals können durch Variation in der Anzahl gleichwertig wirkender Faktoren oder durch unterschiedlich stark beteiligte Faktoren bedingt sein.   *  Abstufungen in der Ausbildung eines Merkmals können durch Variation in der Anzahl gleichwertig wirkender Faktoren oder durch unterschiedlich stark beteiligte Faktoren bedingt sein.
   * Bei der Festigung eines bestimmten Merkmals durch positiv gerichtete Selektion kann "die Summierung, die Addition ganz kleiner Verschiedenheiten", d.h. die Verschiebung von Allelfrequenzen (bis hin zur Fixierung),  weitaus bedeutender sein als spontane Veränderungen des Erbguts (Mutationen).   * Bei der Festigung eines bestimmten Merkmals durch positiv gerichtete Selektion kann "die Summierung, die Addition ganz kleiner Verschiedenheiten", d.h. die Verschiebung von Allelfrequenzen (bis hin zur Fixierung),  weitaus bedeutender sein als spontane Veränderungen des Erbguts (Mutationen).
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   * Die Vergrößerung der Ohren bei Hängeohrkaninchen geht nicht mit einer Veränderung der Ohrform einher. Das Verhältnis von Ohrlänge zu Ohrbreite ist bei allen Kaninchenrassen und in allen Altersstufen zwischen einem Monat und der Geschlechtsreife nahezu gleich. Es schwankt eng um einen Modalwert von 0,56 (Wert, der am häufigsten in einer Stichprobe vorkommt).   * Die Vergrößerung der Ohren bei Hängeohrkaninchen geht nicht mit einer Veränderung der Ohrform einher. Das Verhältnis von Ohrlänge zu Ohrbreite ist bei allen Kaninchenrassen und in allen Altersstufen zwischen einem Monat und der Geschlechtsreife nahezu gleich. Es schwankt eng um einen Modalwert von 0,56 (Wert, der am häufigsten in einer Stichprobe vorkommt).
   * Es gibt Hinweise darauf, dass Mutationen, die die Größe der Ohren im Verhältnis zum Körper verringern, auch bei Kaninchen aufgetreten sind und dass solche Mutationen in so kleinwüchsige und kurzohrige Rassen wie die Hermelinkaninchen eingearbeitet wurden.   * Es gibt Hinweise darauf, dass Mutationen, die die Größe der Ohren im Verhältnis zum Körper verringern, auch bei Kaninchen aufgetreten sind und dass solche Mutationen in so kleinwüchsige und kurzohrige Rassen wie die Hermelinkaninchen eingearbeitet wurden.
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 +Dunlop & Hammond, 1937((Dunlop, G., & Hammond, J. (1937). The growth and proportions of the rabbit’s ear in relation to body weight. Journal of Genetics, 34(3), 463-477.))
  
 Williams & Moore, 1989((Williams, C. K., & Moore, R. J. 1989. Phenotypic adaptation and natural selection in the wild rabbit, Oryctolagus cuniculus, in Australia. The Journal of Animal Ecology, 495-507.)) Williams & Moore, 1989((Williams, C. K., & Moore, R. J. 1989. Phenotypic adaptation and natural selection in the wild rabbit, Oryctolagus cuniculus, in Australia. The Journal of Animal Ecology, 495-507.))
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