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krankheiten:zahnfehler

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krankheiten:zahnfehler [2026/07/25 21:53] – [Erworbene Zahnfehler] kathrinkrankheiten:zahnfehler [2026/07/31 08:52] (aktuell) kathrin
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 Chen Kang Chai veröffentlichte mit Karl-Heinz Degenhardt, 1962((Chai, C. K., & Degenhardt, K. H. (1962). Developmental anomalies in inbred rabbits. Journal of Heredity, 53(4), 174-182)) bzw. als alleiniger Autor (Chai, 1969((Chai, C. K. 1969. Effects of inbreeding in rabbits. Inbred lines, discrete characters, breeding performance, and mortality. Journal of Heredity, 60(2), 64-70)); Chai, 1970((Chai, C. K. 1970. Effect of inbreeding in rabbits. Skeletal variations and malformations. Journal of Heredity, 61, 2-8))) Artikel, die sich vor allem mit Inzuchtlinien am JAX (Jackson Laboratory) und den Auswirkungen dieser Zuchtform auf die Konstitution von Kaninchen beschäftigten.\\  Chen Kang Chai veröffentlichte mit Karl-Heinz Degenhardt, 1962((Chai, C. K., & Degenhardt, K. H. (1962). Developmental anomalies in inbred rabbits. Journal of Heredity, 53(4), 174-182)) bzw. als alleiniger Autor (Chai, 1969((Chai, C. K. 1969. Effects of inbreeding in rabbits. Inbred lines, discrete characters, breeding performance, and mortality. Journal of Heredity, 60(2), 64-70)); Chai, 1970((Chai, C. K. 1970. Effect of inbreeding in rabbits. Skeletal variations and malformations. Journal of Heredity, 61, 2-8))) Artikel, die sich vor allem mit Inzuchtlinien am JAX (Jackson Laboratory) und den Auswirkungen dieser Zuchtform auf die Konstitution von Kaninchen beschäftigten.\\ 
  
-Ab den 1930er Jahren wurden weltweit verstärkt Tierversuche durchgeführt, um auch Krankheiten des Menschen besser zu verstehen und behandeln zu können. Auf Grund der hohen Reproduktionsrate rückte dabei das Kaninchen als "Modelltier" in den Mittelpunkt des Interesses. Ergebnisse von Versuchen mit den Tieren konnten auf Grund der hohen Reproduktionsrate in kurzer Zeit auch an Nachkommen erzielt werden. Dafür benötigte man allerdings Tiere mit relativ gleichen Eigenschaften bzw. Merkmalen, um die Fehlerquote durch zu viele Variablen gering zu halten. Auch aus diesem Grund wurden an verschiedenen Instituten "Inzuchtlinien" etabliert. Kaninchen wurden „vornehmlich in der experimentellen Physiologie (Fortpflanzungsphysiologie) und Pathologie (Arteriosklerose, Tumorforschung), Teratologie, Immunologie (Herstellung von Hyperimmunseren), Arzneimittelprüfung (Pyrogentest), Gewinnung von Geweben sowie in der Erregerdiagnostik verwendet“ (Rudolph & Kalinowski, 1984((Rudolph, W. und Kalinowski, T. 1984. Das Hauskaninchen. Wittenberg : Ziemsen))). Das JAX mit dem Hauptsitz in Bar Harbor/Maine beherbergte früher eine große Sammlung von Kaninchen aus verschiedenen Inzuchtlinien, welche ab 1929 von P. B. Sawin aufgebaut wurde, der vom Rockefeller Institute zum JAX gewechselt war. Er kombinierte Inzucht mit einer Reihe von "Mutanten", die von biomedizinischem Interesse waren. Die Kolonie umfasste 18 Inzucht- oder Teilinzucht- und/oder Mutantenstämme; einige von ihnen wurden mit ihren Stammbäumen von Festing, 1979((Festing M. F. W. 1979. Inbred Strains of Rabbits. In: Inbred Strains in Biomedical Research. Palgrave, London. ISBN 978-1-349-03818-3)) in einem Buch aufgeführt. +Ab den 1930er Jahren wurden weltweit verstärkt Tierversuche durchgeführt, um auch Krankheiten des Menschen besser zu verstehen und behandeln zu können. Auf Grund der hohen Reproduktionsrate rückte dabei das Kaninchen als "[[studien:tiermodell_kaninchen|Modelltier]]" in den Mittelpunkt des Interesses. Ergebnisse von Versuchen mit den Tieren konnten auf Grund der hohen Reproduktionsrate in kurzer Zeit auch an Nachkommen erzielt werden. Dafür benötigte man allerdings Tiere mit relativ gleichen Eigenschaften bzw. Merkmalen, um die Fehlerquote durch zu viele Variablen gering zu halten. Auch aus diesem Grund wurden an verschiedenen Instituten "Inzuchtlinien" etabliert. Kaninchen wurden „vornehmlich in der experimentellen Physiologie (Fortpflanzungsphysiologie) und Pathologie (Arteriosklerose, Tumorforschung), Teratologie, Immunologie (Herstellung von Hyperimmunseren), Arzneimittelprüfung (Pyrogentest), Gewinnung von Geweben sowie in der Erregerdiagnostik verwendet“ (Rudolph & Kalinowski, 1984((Rudolph, W. und Kalinowski, T. 1984. Das Hauskaninchen. Wittenberg : Ziemsen))). Das JAX mit dem Hauptsitz in Bar Harbor/Maine beherbergte früher eine große Sammlung von Kaninchen aus verschiedenen Inzuchtlinien, welche ab 1929 von P. B. Sawin aufgebaut wurde, der vom Rockefeller Institute zum JAX gewechselt war. Er kombinierte Inzucht mit einer Reihe von "Mutanten", die von biomedizinischem Interesse waren. Die Kolonie umfasste 18 Inzucht- oder Teilinzucht- und/oder Mutantenstämme; einige von ihnen wurden mit ihren Stammbäumen von Festing, 1979((Festing M. F. W. 1979. Inbred Strains of Rabbits. In: Inbred Strains in Biomedical Research. Palgrave, London. ISBN 978-1-349-03818-3)) in einem Buch aufgeführt. 
  
 Bei den Ausgangstieren eines Stammes bzw. einer Zuchtlinie, die die Kennzeichnung "III" erhielt, handelte es sich um die Rasse "NZW" (New Zealand White = Weiße Neuseeländer mit einem Körpergewicht von 4-5 kg). Mitarbeiter am JAX waren z. B. Richard R. Fox, Dorcas D. Crary und Chen Kang Chai. In dem am häufigsten zitierten Artikel von Chai, 1970((Chai, C. K. 1970. Effect of inbreeding in rabbits. Skeletal variations and malformations. Journal of Heredity, 61, 2-8)) wurden vor allem Deformationen am Schädel beschrieben und mit Bildern belegt, die verschiedene Arten von Fehlstellungen zeigen, die nicht nur die Schneidezähne, sondern auch die Backenzähne betrafen und Verformungen der Prämaxillär-, Maxillär- und Nasenknochen hervorriefen (Maxillär = den Oberkiefer betreffend). Zusammenfassend hieß es, dass Variationen und Anomalien in kontinuierlich Inzucht betreibenden Kaninchenpopulationen beobachtet wurden und die Häufigkeit der verschiedenen Typen zwischen den Linien und zwischen den Generationen innerhalb der Linien variierte. Die negativen Auswirkungen der Inzucht, die sogenannte Inzuchtdepression, wurden nach modernen Konzepten der genetischen Belastung und der Genetik der Entwicklungshomöostase interpretiert. Der Prozess der Inzucht wurde als eine Synthese durch Versuch und Irrtum von Genotypen mit Genen betrachtet, die im homozygoten Zustand am besten ausbalanciert seien.  Bei den Ausgangstieren eines Stammes bzw. einer Zuchtlinie, die die Kennzeichnung "III" erhielt, handelte es sich um die Rasse "NZW" (New Zealand White = Weiße Neuseeländer mit einem Körpergewicht von 4-5 kg). Mitarbeiter am JAX waren z. B. Richard R. Fox, Dorcas D. Crary und Chen Kang Chai. In dem am häufigsten zitierten Artikel von Chai, 1970((Chai, C. K. 1970. Effect of inbreeding in rabbits. Skeletal variations and malformations. Journal of Heredity, 61, 2-8)) wurden vor allem Deformationen am Schädel beschrieben und mit Bildern belegt, die verschiedene Arten von Fehlstellungen zeigen, die nicht nur die Schneidezähne, sondern auch die Backenzähne betrafen und Verformungen der Prämaxillär-, Maxillär- und Nasenknochen hervorriefen (Maxillär = den Oberkiefer betreffend). Zusammenfassend hieß es, dass Variationen und Anomalien in kontinuierlich Inzucht betreibenden Kaninchenpopulationen beobachtet wurden und die Häufigkeit der verschiedenen Typen zwischen den Linien und zwischen den Generationen innerhalb der Linien variierte. Die negativen Auswirkungen der Inzucht, die sogenannte Inzuchtdepression, wurden nach modernen Konzepten der genetischen Belastung und der Genetik der Entwicklungshomöostase interpretiert. Der Prozess der Inzucht wurde als eine Synthese durch Versuch und Irrtum von Genotypen mit Genen betrachtet, die im homozygoten Zustand am besten ausbalanciert seien. 
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 Zur [[fuetterung:geschichte|Historie]] der Kaninchenfütterung  Zur [[fuetterung:geschichte|Historie]] der Kaninchenfütterung 
  
-//"Bei den von Staffe untersuchten Wildkaninchen haben wir ein abnorm starkes Wachstum der Nagezähne, hervorgerufen dadurch, daß die Nagezähne von Ober- und Unterkiefer nicht richtig aufeinander paßten und sich infolgedessen nicht gleichmäßig abnutzten, eine nicht erbliche Anomalie, die auch bei Hauskaninchen und anderen Nagetieren gelegentlich zu beobachten ist. Ich gebe in Abb. 1 den Schädel eines Hauskaninchens aus meinen eigenen Versuchen wieder, das die gleiche Erscheinung zeigt. Es handelt sich um einen weißen Angora-Rammler (♂ 1369), dessen genetische Beschaffenheit ich genau kenne. Seine Vorfahren befanden sich bis zur vierten Generation in meinen Versuchen, außerdem habe ich eine große Zahl von Voll- und Halbgeschwistern dieses Tieres gezüchtet, ohne daß jemals eine ähnliche Zahnanomalie auftrat. Alles spricht dagegen, daß es sich um eine erbliche Erscheinung handelte. Übrigens können wir derartige Zahnanomalien auch künstlich hervorrufen, wenn wir einen Nagezahn herausbrechen, so daß dann der gegenüberstehende Nagezahn nicht mehr abgenutzt werden kann und hemmungslos weiterwächst. Im allgemeinen wird die Anomalie dadurch zustande kommen, daß aus irgend welchen äußeren Gründen (mechanische Einwirkung, Kieferinfektion usw.) die Nagezähne schief wachsen.\\ +Nachtsheim, 1929: //"Bei den von Staffe untersuchten Wildkaninchen haben wir ein abnorm starkes Wachstum der Nagezähne, hervorgerufen dadurch, daß die Nagezähne von Ober- und Unterkiefer nicht richtig aufeinander paßten und sich infolgedessen nicht gleichmäßig abnutzten, eine nicht erbliche Anomalie, die auch bei Hauskaninchen und anderen Nagetieren gelegentlich zu beobachten ist. Ich gebe in Abb. 1 den Schädel eines Hauskaninchens aus meinen eigenen Versuchen wieder, das die gleiche Erscheinung zeigt. Es handelt sich um einen weißen Angora-Rammler (♂ 1369), dessen genetische Beschaffenheit ich genau kenne. Seine Vorfahren befanden sich bis zur vierten Generation in meinen Versuchen, außerdem habe ich eine große Zahl von Voll- und Halbgeschwistern dieses Tieres gezüchtet, ohne daß jemals eine ähnliche Zahnanomalie auftrat. Alles spricht dagegen, daß es sich um eine erbliche Erscheinung handelte. Übrigens können wir derartige Zahnanomalien auch künstlich hervorrufen, wenn wir einen Nagezahn herausbrechen, so daß dann der gegenüberstehende Nagezahn nicht mehr abgenutzt werden kann und hemmungslos weiterwächst. Im allgemeinen wird die Anomalie dadurch zustande kommen, daß aus irgend welchen äußeren Gründen (mechanische Einwirkung, Kieferinfektion usw.) die Nagezähne schief wachsen.\\ 
 Selbstverständlich will ich nicht bestreiten, daß eine solche Anomalie auch einmal erblich bedingt sein könnte. Aber wir sollten mit der Verwendung des Begriffes "Mutation" etwas zurückhaltender sein."//((Nachtsheim, H. (1929). Die Entstehung der Kaninchenrassen im Lichte ihrer Genetik. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 14(1), 53-109.))(S. 64-65) Selbstverständlich will ich nicht bestreiten, daß eine solche Anomalie auch einmal erblich bedingt sein könnte. Aber wir sollten mit der Verwendung des Begriffes "Mutation" etwas zurückhaltender sein."//((Nachtsheim, H. (1929). Die Entstehung der Kaninchenrassen im Lichte ihrer Genetik. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 14(1), 53-109.))(S. 64-65)
  
krankheiten/zahnfehler.txt · Zuletzt geändert: von kathrin

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