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krankheiten:zahnfehler

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krankheiten:zahnfehler [2026/04/14 20:02] – [Brachygnathia (Kieferverkürzung)] kathrinkrankheiten:zahnfehler [2026/06/14 07:59] (aktuell) kathrin
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 ==== Jackson et al., 2025 ==== ==== Jackson et al., 2025 ====
-Jackson //et al//., 2025((Jackson, M. A., Betts, M., Hedley, J., & Burn, C. C. 2025. Rabbit Dental Abnormalities: Investigation of Conformational Risk Factors in a Pedigree Rabbit Population. Animals: an Open Access Journal from MDPI, 15(7), 980.)) untersuchten zwischen Oktober 2023 und Februar 2024 auf acht Ausstellungen und in neun Zuchtstätten in England und Schottland insgesamt 435 Kaninchen aus 49 Rassen ([[hauskaninchen:kaninchenrassen#Kaninchenrassen im 21. Jahrhundert|BRC]]).\\ Die Berechnung der Mindeststichprobengröße mit 54 brachyzephalen Kaninchen und 54 mit längerem Kopf basierte auf Siriporn & Weerakhun, 2014((Siriporn, B., & Weerakhun, S. 2014. A study of risk factors, clinical signs and radiographic findings in relation to dental diseases of domestic rabbits.)); bzw. mit jeweils 216 Kaninchen auf Jackson //et al//., 2024((Jackson, M. A., Burn, C. C., Hedley, J., Brodbelt, D. C., & O'Neill, D. G. 2024. Dental disease in companion rabbits under UK primary veterinary care: Frequency and risk factors. Veterinary Record, 194(6), https://doi.org/10.1002/vetr.3993)).\\  +Jackson //et al//., 2025((Jackson, M. A., Betts, M., Hedley, J., & Burn, C. C. 2025. Rabbit Dental Abnormalities: Investigation of Conformational Risk Factors in a Pedigree Rabbit Population. Animals: an Open Access Journal from MDPI, 15(7), 980.)) untersuchten zwischen Oktober 2023 und Februar 2024 auf acht Ausstellungen und in neun Zuchtstätten in England und Schottland insgesamt 435 Kaninchen aus 49 Rassen ([[hauskaninchen:kaninchenrassen#Kaninchenrassen im 21. Jahrhundert|BRC]]).\\ Die Berechnung der Mindeststichprobengröße mit 54 brachyzephalen Kaninchen und 54 mit längerem Kopf basierte auf Siriporn & Weerakhun, 2014((Siriporn, B., & Weerakhun, S. 2014. A study of risk factors, clinical signs and radiographic findings in relation to dental diseases of domestic rabbits.)) (klinische Fall-Kontroll-Studie aus Thailand); bzw. mit jeweils 216 Kaninchen auf [[krankheiten#Jackson et al., 2024|Jackson et al., 2024]]((Jackson, M. A., Burn, C. C., Hedley, J., Brodbelt, D. C., & O'Neill, D. G. 2024. Dental disease in companion rabbits under UK primary veterinary care: Frequency and risk factors. Veterinary Record, 194(6), https://doi.org/10.1002/vetr.3993)).\\  
 Vor der eigentlichen Datenerhebung wurden während einer sechswöchigen Pilotphase ein Prüfprotokoll, eine Checkliste, sowie eine fotografische Skala von eins (sehr brachyzephal) bis fünf (dolichozephal) zur Einordnung der Kopfform erstellt. Vor der eigentlichen Datenerhebung wurden während einer sechswöchigen Pilotphase ein Prüfprotokoll, eine Checkliste, sowie eine fotografische Skala von eins (sehr brachyzephal) bis fünf (dolichozephal) zur Einordnung der Kopfform erstellt.
    
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 Reunanen //et al//., 2026((Reunanen, V., Jormakka, N., & Mäkitaipale, J. (2026). Dental and skeletal findings of 140 wild rabbits (Oryctolagus cuniculus) in Finland 2010–2015. Acta Veterinaria Scandinavica, 68, 13.)) dokumentierten die Prävalenz von Zahnerkrankungen bei finnischen Wildkaninchen. Die Studienpopulation umfasste 140 Tiere, die im Stadtgebiet von Helsinki im Rahmen des Populationsmanagements in den Jahren 2010–2011 (n = 93) und 2014–2015 (n = 47) erlegt worden waren.\\  Reunanen //et al//., 2026((Reunanen, V., Jormakka, N., & Mäkitaipale, J. (2026). Dental and skeletal findings of 140 wild rabbits (Oryctolagus cuniculus) in Finland 2010–2015. Acta Veterinaria Scandinavica, 68, 13.)) dokumentierten die Prävalenz von Zahnerkrankungen bei finnischen Wildkaninchen. Die Studienpopulation umfasste 140 Tiere, die im Stadtgebiet von Helsinki im Rahmen des Populationsmanagements in den Jahren 2010–2011 (n = 93) und 2014–2015 (n = 47) erlegt worden waren.\\ 
-Bei 17 von 137 (12,4 %) Kaninchen zeigten Röntgenaufnahmen leichte Anzeichen einer Zahnerkrankung in Form einer Verlängerung der Prämolarenwurzeln. Bei 8 von 134 Tieren wurden Anomalien im Schneidezahnbiss festgestellt. Es gab keine Prävalenz-Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Kaninchen.\\ +Bei 17 von 137 (12,4 %) Kaninchen zeigten Röntgenaufnahmen leichte Anzeichen einer Zahnerkrankung in Form einer Verlängerung der Prämolarenwurzeln. Bei 8 von 134 Tieren wurden Anomalien im Schneidezahnbiss festgestellt. Es gab keine Prävalenz-Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Kaninchen. 
 Für die Einordnung der Ergebnisse sollten insbesondere das Alter, die Ernährung sowie die Herkunft der Tiere berücksichtigt werden. Bei [[genetik:populationsgenetik#Wildkaninchen in Finnland|finnischen Wildkaninchen]] handelt es sich um verwilderte Hauskaninchen mit geringer genetischer Vielfalt. Für die Einordnung der Ergebnisse sollten insbesondere das Alter, die Ernährung sowie die Herkunft der Tiere berücksichtigt werden. Bei [[genetik:populationsgenetik#Wildkaninchen in Finnland|finnischen Wildkaninchen]] handelt es sich um verwilderte Hauskaninchen mit geringer genetischer Vielfalt.
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 +==== Coombs et al., 2026 ====
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 +Coombs //et al//., 2026((Coombs, E. L., Cillcott, R., & McEwan, N. R. (2026). Association of Age, Cephalic Index, and Feeding Method with Dental Severity in Rabbits. Journal of Veterinary Dentistry, 08987564261434781.)) untersuchten 99 Kaninchen, die zur routinemäßigen Gesundheitskontrolle vorgestellt wurden, und die Schlachtkörper von 9 Wildkaninchen (UK). Folgende Variablen wurden erfasst: Geschlecht, Alter, Rasse, Art des gewohnten [[futtermittel:trockenfutter|Trockenfuttermittels]] (Müsli oder Pellets), Häufigkeit der Gabe von Heu, Häufigkeit der Gabe von frisch geschnittenem Gras, Häufigkeit des Zugangs zu Weidegras, Kopfbreite, Kopflänge, sowie Zahnbefund (Skala von 1, normal, bis 5, Osteomyelitis und Abszessbildung; wo verfügbar, auch von Vorjahren).
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 +Für die Vermessung des Kopfes wurde eine Schnur verwendet, die an die beiden Referenzpunkte Unterkieferwinkel und Nasenspitze angelegt wurde; mittels Lineal wurde die jeweilige Länge bestimmt. Anhand des Verhältnisses der Kopfbreite zur -länge wurden die Tiere in dolichozephal (≤75 %), mesozephal (zwischen 75 % und 80 %) oder brachyzephal (≥80 %) eingeteilt. Mit den bestimmten Grenzwerten war es möglich, drei Gruppen ähnlicher Größe zu bilden.
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 +Als Rassen konnten Holländer (9), Widder (15), Zwergwidder (23), Mini-Lop (15), Belgische Riesen (10), Löwenkopf (15) und Rex (8) identifiziert werden.
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 +Als Faktoren, die Zahnprobleme begünstigen können, wurden der Kopf-Index "brachyzephal", das Alter und das Futtermittel Müsli ermittelt.\\  
 +Unter Einbeziehung historischer Daten für ältere Hauskaninchen verschwand ein scheinbarer Rasse-Effekt. Die Darreichungsform von Gras (frisch vs. Heu), schien keinen wesentlichen Einfluss auf den Zahnstatus zu haben, und pelletierte Futtermittel schienen als Ergänzung geeigneter zu sein als Müsli. Über die genaue Zusammensetzung der Futtermittel lagen keine Informationen vor.
  
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krankheiten/zahnfehler.1776189759.txt.gz · Zuletzt geändert: von kathrin

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