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krankheiten:zahnfehler

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krankheiten:zahnfehler [2026/07/31 08:52] – kathrinkrankheiten:zahnfehler [2026/09/25 11:22] (aktuell) – [Fehlende Stiftzähne] kathrin
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 Erstmals von Nachtsheim, 1936((Nachtsheim, H. 1936. Erbliche Zahnanomalien beim Kaninchen. Züchtungskunde. 1936, 11, S. 273­-287.)) beschrieben wurde das erbliche Merkmal fehlender Stiftzähne: "//Die in dem Material häufigste Anomalie (3 Fälle)// [von 101 Schädeln von Hauskaninchen] //ist das Fehlen der kleinen stiftförmigen Schneidezähne im Oberkiefer (I2), also gerade der Zähne, die für die ganze Unterordnung der Duplicidentaten so kennzeichnend sind. Zwei von den Tieren, denen diese Zähne fehlen, die Roten Neuseeländer ♂ 99 und ♀ 100 waren Halbgeschwister, sie stammten vom gleichen Vater. Auch aus der Zucht Englischer Widder der ♀ 48 entstammt, erwarb ich einen Rammler, der allerdings beide I2 besitzt; er lieferte mir 2 Würfe mit 10 Jungen.//" Erstmals von Nachtsheim, 1936((Nachtsheim, H. 1936. Erbliche Zahnanomalien beim Kaninchen. Züchtungskunde. 1936, 11, S. 273­-287.)) beschrieben wurde das erbliche Merkmal fehlender Stiftzähne: "//Die in dem Material häufigste Anomalie (3 Fälle)// [von 101 Schädeln von Hauskaninchen] //ist das Fehlen der kleinen stiftförmigen Schneidezähne im Oberkiefer (I2), also gerade der Zähne, die für die ganze Unterordnung der Duplicidentaten so kennzeichnend sind. Zwei von den Tieren, denen diese Zähne fehlen, die Roten Neuseeländer ♂ 99 und ♀ 100 waren Halbgeschwister, sie stammten vom gleichen Vater. Auch aus der Zucht Englischer Widder der ♀ 48 entstammt, erwarb ich einen Rammler, der allerdings beide I2 besitzt; er lieferte mir 2 Würfe mit 10 Jungen.//"
  
-Einen Überblick zum damaligen Stand der Analyse krankhafter Erbanlagen veröffentlichte Nachtsheim, 1937((Nachtsheim, H. (1937). Erbpathologische Untersuchungen am Kaninchen: (Demonstration lebender Tiere, von Präparaten und Filmen.). Zeitschrift für Induktive Abstammungs-und Vererbungslehre, 73(1), 463-466)) in einem weiteren Artikel, in dem das Fehlen der I2 folgendermaßen stichpunktartig aufgeführt wurde: "//Fehlen der I<sup>2</sup>. Als nicht seltene Anomalie wurde bei einer Reihe von Kaninchenrassen das gelegentliche Fehlen der zweiten Incisiven, der kleinen stiftförmigen Nagezähne im Oberkiefer, festgestellt, also des für die Unterordnung der Duplicidentaten wichtigen systematischen Merkmals. Nach bisherigen experimentellen Untersuchungen ist unvollständig dominanter Faktor (Symbol I<sup>2</sup>) im Spiel, der aber nur zweite Dentition beeinflußt, Milchzähne sind immer normal vorhanden. Bei Heterozygoten große Variabilität des Phänotyps: I2 zweiter Dentition beiderseits vorhanden, nur einseitig vorhanden, beiderseits fehlend, in rudimentärer Form zur Entwicklung kommend, bisweilen aber bald wieder verlorengehend. Weitere Komplikation augenscheinlich dadurch, daß Milchzähne beim Fehlen der zweiten Dentition gelegentlieh persistieren können. Verhalten der Homozygoten bedarf noch genauerer Untersuchung.//"+Einen Überblick zum damaligen Stand der Analyse krankhafter Erbanlagen veröffentlichte Nachtsheim, 1937((Nachtsheim, H. (1937). Erbpathologische Untersuchungen am Kaninchen: (Demonstration lebender Tiere, von Präparaten und Filmen.). Zeitschrift für Induktive Abstammungs-und Vererbungslehre, 73(1), 463-466)) in einem weiteren Artikel, in dem das Fehlen der I2 folgendermaßen stichpunktartig aufgeführt wurde: "//Fehlen der I<sup>2</sup>. Als nicht seltene Anomalie wurde bei einer Reihe von Kaninchenrassen das gelegentliche Fehlen der zweiten Incisiven, der kleinen stiftförmigen Nagezähne im Oberkiefer, festgestellt, also des für die Unterordnung der Duplicidentaten wichtigen systematischen Merkmals. Nach bisherigen experimentellen Untersuchungen ist unvollständig dominanter Faktor (Symbol I<sup>2</sup>) im Spiel, der aber nur zweite Dentition beeinflußt, Milchzähne sind immer normal vorhanden. Bei Heterozygoten große Variabilität des Phänotyps: I2 zweiter Dentition beiderseits vorhanden, nur einseitig vorhanden, beiderseits fehlend, in rudimentärer Form zur Entwicklung kommend, bisweilen aber bald wieder verlorengehend. Weitere Komplikation augenscheinlich dadurch, daß Milchzähne beim Fehlen der zweiten Dentition gelegentlich persistieren können. Verhalten der Homozygoten bedarf noch genauerer Untersuchung.//"
  
 Sawin, 1955((Sawin, P. B. (1955). Recent genetics of the domestic rabbit. Advances in Genetics, 7, 183-226.)) schrieb über Zahnfehler Folgendes:\\  Sawin, 1955((Sawin, P. B. (1955). Recent genetics of the domestic rabbit. Advances in Genetics, 7, 183-226.)) schrieb über Zahnfehler Folgendes:\\ 
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 ==== Jackson et al., 2025 ==== ==== Jackson et al., 2025 ====
-Jackson //et al//., 2025((Jackson, M. A., Betts, M., Hedley, J., & Burn, C. C. 2025. Rabbit Dental Abnormalities: Investigation of Conformational Risk Factors in a Pedigree Rabbit Population. Animals: an Open Access Journal from MDPI, 15(7), 980.)) untersuchten zwischen Oktober 2023 und Februar 2024 auf acht Ausstellungen und in neun Zuchtstätten in England und Schottland insgesamt 435 Kaninchen aus 49 Rassen ([[hauskaninchen:kaninchenrassen#Kaninchenrassen im 21. Jahrhundert|BRC]]).\\ Die Berechnung der Mindeststichprobengröße mit 54 brachyzephalen Kaninchen und 54 mit längerem Kopf basierte auf Siriporn & Weerakhun, 2014((Siriporn, B., & Weerakhun, S. 2014. A study of risk factors, clinical signs and radiographic findings in relation to dental diseases of domestic rabbits.)) (klinische Fall-Kontroll-Studie aus Thailand); bzw. mit jeweils 216 Kaninchen auf [[krankheiten#Jackson et al., 2024|Jackson et al., 2024]]((Jackson, M. A., Burn, C. C., Hedley, J., Brodbelt, D. C., & O'Neill, D. G. 2024. Dental disease in companion rabbits under UK primary veterinary care: Frequency and risk factors. Veterinary Record, 194(6), https://doi.org/10.1002/vetr.3993)).\\  +Jackson //et al//., 2025((Jackson, M. A., Betts, M., Hedley, J., & Burn, C. C. 2025. Rabbit Dental Abnormalities: Investigation of Conformational Risk Factors in a Pedigree Rabbit Population. Animals: an Open Access Journal from MDPI, 15(7), 980.)) untersuchten zwischen Oktober 2023 und Februar 2024 auf acht Ausstellungen und in neun Zuchtstätten in England und Schottland insgesamt 435 Kaninchen aus 49 Rassen ([[hauskaninchen:kaninchenrassen#Rassestandards|BRC]]).\\ Die Berechnung der Mindeststichprobengröße mit 54 brachyzephalen Kaninchen und 54 mit längerem Kopf basierte auf Siriporn & Weerakhun, 2014((Siriporn, B., & Weerakhun, S. 2014. A study of risk factors, clinical signs and radiographic findings in relation to dental diseases of domestic rabbits.)) (klinische Fall-Kontroll-Studie aus Thailand); bzw. mit jeweils 216 Kaninchen auf [[krankheiten#Jackson et al., 2024|Jackson et al., 2024]]((Jackson, M. A., Burn, C. C., Hedley, J., Brodbelt, D. C., & O'Neill, D. G. 2024. Dental disease in companion rabbits under UK primary veterinary care: Frequency and risk factors. Veterinary Record, 194(6), https://doi.org/10.1002/vetr.3993)).\\  
 Vor der eigentlichen Datenerhebung wurden während einer sechswöchigen Pilotphase ein Prüfprotokoll, eine Checkliste, sowie eine fotografische Skala von eins (sehr brachyzephal) bis fünf (dolichozephal) zur Einordnung der Kopfform erstellt. Vor der eigentlichen Datenerhebung wurden während einer sechswöchigen Pilotphase ein Prüfprotokoll, eine Checkliste, sowie eine fotografische Skala von eins (sehr brachyzephal) bis fünf (dolichozephal) zur Einordnung der Kopfform erstellt.
    
krankheiten/zahnfehler.1785480751.txt.gz · Zuletzt geändert: von kathrin

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