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physiologie:darmflora

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 Bakterien der Gattung Bacteroides machten, unabhängig von Alter und Fütterung der Tiere, mengenmäßig stets den größten Anteil aus. Anaerobe Laktobazillen waren bei allen Kaninchen, außer bei den nur mit pelletiertem Fertigfutter ernährten Tieren (Gruppe IV) nachzuweisen. Aerobe Laktobazillen wie „Lactobacillus Beijerinck“, die in Grünpflanzen vorkommen, und Clostridien fanden sich nur bei mit Grünfutter ernährten Jungkaninchen (Gruppe II und III), während sie im Darminhalt von nur mit Muttermilch (Gruppe I) und nur mit Pellets (Gruppe IV) ernährten Kaninchen stets fehlten. Anaerobe Laktobazillen kamen nur in den Gruppen, die mit Grünfutter ernährt und auf Boden gehalten wurden, vor. Das Auftreten aerober und anaerober Laktobazillen bei Kaninchen war also ernährungsbedingt und stand im Zusammenhang mit der Grünfutterverabreichung, denn sie kommen nun einmal in oder auf frischen Pflanzen vor. Die Lösung des Widerspruchs im Review von Kieckhäven //et al//., 2016 war also eigentlich schon vor über 40 Jahren bekannt, blieb aber unberücksichtigt.\\ Besonders bedenklich ist das Vorhandensein der Laktobazillen bei einer Grünfütterung natürlich nicht, eher im Gegenteil. So wurde z. B. von Blomberg //et al//., 1993((Blomberg, L., Henriksson, A. und Conway, P. L. 1993. Inhibition of adhesion of Escherichia coli K88 to piglet ileal mucus by Lactobacillus spp. Applied and Environmental Microbiology. 1993, Bd. 59, 1, S. 34-39.)) nachgewiesen, dass Laktobazillen die Ansiedlung und Vermehrung von E. coli Bakterien verhindern, indem sie intestinale E.coli Bakterienrezeptoren  blockieren.  Bakterien der Gattung Bacteroides machten, unabhängig von Alter und Fütterung der Tiere, mengenmäßig stets den größten Anteil aus. Anaerobe Laktobazillen waren bei allen Kaninchen, außer bei den nur mit pelletiertem Fertigfutter ernährten Tieren (Gruppe IV) nachzuweisen. Aerobe Laktobazillen wie „Lactobacillus Beijerinck“, die in Grünpflanzen vorkommen, und Clostridien fanden sich nur bei mit Grünfutter ernährten Jungkaninchen (Gruppe II und III), während sie im Darminhalt von nur mit Muttermilch (Gruppe I) und nur mit Pellets (Gruppe IV) ernährten Kaninchen stets fehlten. Anaerobe Laktobazillen kamen nur in den Gruppen, die mit Grünfutter ernährt und auf Boden gehalten wurden, vor. Das Auftreten aerober und anaerober Laktobazillen bei Kaninchen war also ernährungsbedingt und stand im Zusammenhang mit der Grünfutterverabreichung, denn sie kommen nun einmal in oder auf frischen Pflanzen vor. Die Lösung des Widerspruchs im Review von Kieckhäven //et al//., 2016 war also eigentlich schon vor über 40 Jahren bekannt, blieb aber unberücksichtigt.\\ Besonders bedenklich ist das Vorhandensein der Laktobazillen bei einer Grünfütterung natürlich nicht, eher im Gegenteil. So wurde z. B. von Blomberg //et al//., 1993((Blomberg, L., Henriksson, A. und Conway, P. L. 1993. Inhibition of adhesion of Escherichia coli K88 to piglet ileal mucus by Lactobacillus spp. Applied and Environmental Microbiology. 1993, Bd. 59, 1, S. 34-39.)) nachgewiesen, dass Laktobazillen die Ansiedlung und Vermehrung von E. coli Bakterien verhindern, indem sie intestinale E.coli Bakterienrezeptoren  blockieren. 
  
-Laktobazillen bauen Kohlenhydrate zu Milchsäure ab, weshalb dieser Vorgang auch "Milchsäuregärung" genannt wird. Da sie mit ihren Stoffwechselprodukten die Lebensbedingungen pathogener Mikroorganismen verschlechtern, gelten sie als „probiotisches“ Bakterium.+Laktobazillen bauen [[naehrstoffe:kohlenhydrate:|Kohlenhydrate]] zu Milchsäure ab, weshalb dieser Vorgang auch "Milchsäuregärung" genannt wird. Da sie mit ihren Stoffwechselprodukten die Lebensbedingungen pathogener Mikroorganismen verschlechtern, gelten sie als „probiotisches“ Bakterium.
  
 Definitionen für Pro- und Präbiotika, aus Biesalski //et al//., 2010((Biesalski, H. K., Bischoff, S. C. und Puchstein, C. 2010. Ernährungsmedizin. 4. Aufl. Stuttgart : Thieme, 2010. ISBN 978-3-13-100294-5.)): Definitionen für Pro- und Präbiotika, aus Biesalski //et al//., 2010((Biesalski, H. K., Bischoff, S. C. und Puchstein, C. 2010. Ernährungsmedizin. 4. Aufl. Stuttgart : Thieme, 2010. ISBN 978-3-13-100294-5.)):
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