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anatomie:fell

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anatomie:fell [2026/04/15 22:34] kathrinanatomie:fell [2026/06/07 09:39] (aktuell) – [Haartypen] kathrin
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 Hadjidimitroff, 1933((Hadjidimitroff, P. (1933). Die Pigmentverteilung im Kaninchenhaar. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 27(1‐3), 243-266.)) -- Beobachtungen zur Morphologie der Haartypen und zur Pigmentverteilung in den Haaren bei verschiedenen Farb-Genotypen; Die untersuchten Kaninchen (über 600) waren von H. Nachtsheim gezüchtet worden. Hadjidimitroff, 1933((Hadjidimitroff, P. (1933). Die Pigmentverteilung im Kaninchenhaar. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 27(1‐3), 243-266.)) -- Beobachtungen zur Morphologie der Haartypen und zur Pigmentverteilung in den Haaren bei verschiedenen Farb-Genotypen; Die untersuchten Kaninchen (über 600) waren von H. Nachtsheim gezüchtet worden.
  
-<imgcaption label1|Haartypen des wildfarbigen Kaninchens. (Schematisch.) A – Leithaar, B – Grannenhaar, C – Grannenflaumhaar, D – Flaumhaar. a – Haarspitze, b – Spitzenverdickung (gelb bei Grannen- Grannenflaum- und Flaumhaartypen), c – Übergang vom α- zum β-Teil, d und e – β-Teil.; aus Hadjidimitroff, 1933>{{ :anatomie:hadjidimitroff_1933_haartypen_des_wildfarbigen_kaninchens.png?200|}}</imgcaption>Auszüge:+<imgcaption label1|Haartypen des wildfarbigen Kaninchens. (Schematisch.) A – Leithaar, B – Grannenhaar, C – Grannenflaumhaar, D – Flaumhaar. a – Haarspitze, b – Spitzenverdickung (gelb bei Grannen-Grannenflaum- und Flaumhaartypen), c – Übergang vom α- zum β-Teil, d und e – β-Teil.; aus Hadjidimitroff, 1933>{{ :anatomie:hadjidimitroff_1933_haartypen_des_wildfarbigen_kaninchens.png?200|}}</imgcaption>Auszüge:
  
 //**Habitus der Haare beim Kaninchen.**\\  //**Habitus der Haare beim Kaninchen.**\\ 
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 //"Das Weiß als unterste Farbschicht im Haarkleide tritt beim Kaninchen fast ganz zurück, und es herrscht dort ein bläuliches Grau vor. Ferner ist in die Reihenfolge der Farbschichten zwischen das Schwarz-Weiß des Feldhasen eine weitere braune Farbschicht eingeordnet. Sie ist bedingt durch die braune Pigmentierung bezw. Beringung gerade des feinsten Types A (siehe Abb. 6, Tafel I). Sein zahlreiches Auftreten pro Einheit Fläche mit 3300 Haaren auf ¼ qcm befähigt den Typ trotz seiner Feinheit eine ausgesprochene Farbschicht im Haarkleid zu bilden. Beim Wild- und zahmen Kaninchen finden sich also zwei Farbschichten mehr im Haarkleide, als bei Lepus timidus, eine graue und eine braune. […]\\  //"Das Weiß als unterste Farbschicht im Haarkleide tritt beim Kaninchen fast ganz zurück, und es herrscht dort ein bläuliches Grau vor. Ferner ist in die Reihenfolge der Farbschichten zwischen das Schwarz-Weiß des Feldhasen eine weitere braune Farbschicht eingeordnet. Sie ist bedingt durch die braune Pigmentierung bezw. Beringung gerade des feinsten Types A (siehe Abb. 6, Tafel I). Sein zahlreiches Auftreten pro Einheit Fläche mit 3300 Haaren auf ¼ qcm befähigt den Typ trotz seiner Feinheit eine ausgesprochene Farbschicht im Haarkleid zu bilden. Beim Wild- und zahmen Kaninchen finden sich also zwei Farbschichten mehr im Haarkleide, als bei Lepus timidus, eine graue und eine braune. […]\\ 
 … die gelbe Farbschicht des Haarkleides, die bei beiden Tieren// [Hase und Kaninchen] //in der Hauptsache verwischend auf den schwarzen Untergrund einwirkt, ist jedesmal an der Spitzenverdickung α angelegt. Beim Zustandekommen der Wildfarbe ist also der α-Teil der Haare vorwiegend beteiligt."//\\  … die gelbe Farbschicht des Haarkleides, die bei beiden Tieren// [Hase und Kaninchen] //in der Hauptsache verwischend auf den schwarzen Untergrund einwirkt, ist jedesmal an der Spitzenverdickung α angelegt. Beim Zustandekommen der Wildfarbe ist also der α-Teil der Haare vorwiegend beteiligt."//\\ 
-Auch bei der Haarprobe eines wildfarbenen Angorakaninchens waren die gelben Pigmentzonen am α-Teil der Haare angelegt. (Abbildung 4)+Auch bei der Haarprobe eines wildfarbenen Angorakaninchens waren die gelben Pigmentzonen am α-Teil der Haare angelegt. //"Das Farbringbild erscheint bei den Angora verwischt infolge der größeren Höhenunterschiede der Typen."// (Abbildung 4)
  
-[Abbildung 4 -- folgt]+<imgcaption label4|Tafel VI. Abb. 6: Farbringbild und Haartypen beim wildfarbenen Lepus cuniculus (Wildkaninchen) und Hauskaninchen und Abb. 7: Desgl. beim wildfarbenen Angora. "Die kleinen Zahlen bedeuten Dicke in runden Zahlen" (Zahlen an den einzelnen Haaren: Dicke in µ); aus Wucherer, 1925>{{ :anatomie:wucherer_1925_tafel_vi_wildfarbe.png?nolink&400 |}}</imgcaption>
  
  
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 Wucherer, 1925((Wucherer, E. (1925). Ueber den Charakter des Angorahaares. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 4(1‐2), 119-143.)) verglich verschiedene Fellhaarcharakteristika zwischen Hermelin-, Angorakaninchen und ihren F1-Kreuzungen ("//1. Qualitative Untersuchungen (Länge, Dicke, Verhalten des Markes, der Spitzenverdickung, Kräuselung und [[fell#Wucherer, 1925|Wildfarbe]]; Verhalten der F1-Tiere). 2. Quantitative Untersuchungen (Haardichtigkeit, Haarwechsel).//").\\  Wucherer, 1925((Wucherer, E. (1925). Ueber den Charakter des Angorahaares. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 4(1‐2), 119-143.)) verglich verschiedene Fellhaarcharakteristika zwischen Hermelin-, Angorakaninchen und ihren F1-Kreuzungen ("//1. Qualitative Untersuchungen (Länge, Dicke, Verhalten des Markes, der Spitzenverdickung, Kräuselung und [[fell#Wucherer, 1925|Wildfarbe]]; Verhalten der F1-Tiere). 2. Quantitative Untersuchungen (Haardichtigkeit, Haarwechsel).//").\\ 
 Er beobachtete bei ausgewachsenen, ausgestreiften oder ausgefallenen Kaninchenhaaren eine Rückbildung des Marks in den Haarwurzelenden, wobei sich das ausgewachsene Angorahaar "//ganz gleich//" wie das ausgewachsene kurze Haar verhielt. Bei Hermelinkaninchen trat die Rückbildung bei einer Haarlänge von 2--4 cm ein, bei Angorakaninchen erst nach 8--20 cm Länge.\\  Er beobachtete bei ausgewachsenen, ausgestreiften oder ausgefallenen Kaninchenhaaren eine Rückbildung des Marks in den Haarwurzelenden, wobei sich das ausgewachsene Angorahaar "//ganz gleich//" wie das ausgewachsene kurze Haar verhielt. Bei Hermelinkaninchen trat die Rückbildung bei einer Haarlänge von 2--4 cm ein, bei Angorakaninchen erst nach 8--20 cm Länge.\\ 
-Über einen Untersuchungszeitraum von etwa 2 Jahren kam Wucherer "//zu der Überzeugung, daß bei den Angoras ein fortwährender Wechsel der Haare stattfindet//, während sich bei den kurzhaarigen Kaninchen junge Haare jeweils im Frühjahr und Herbst bildeten.+Über einen Untersuchungszeitraum von etwa 2 Jahren kam Wucherer "//zu der Überzeugung, daß bei den Angoras ein fortwährender Wechsel der Haare stattfindet//", während sich bei den kurzhaarigen Kaninchen junge Haare jeweils im Frühjahr und Herbst bildeten.
  
 Oznurlu //et al//., 2009((Oznurlu, Y., Celik, I., Sur, E., Telatar, T., & Ozparlak, H. 2009. Comparative skin histology of the white New Zealand and Angora rabbits. J Anim Vet Adv, 8, 1694-701.)) untersuchten neben Neuseeländern auch Angorakaninchen - diese wiesen eine signifikant größere Anzahl von Haarfollikeln pro Flächeneinheit auf, besonders von sekundären Haarfollikeln. Oznurlu //et al//., 2009((Oznurlu, Y., Celik, I., Sur, E., Telatar, T., & Ozparlak, H. 2009. Comparative skin histology of the white New Zealand and Angora rabbits. J Anim Vet Adv, 8, 1694-701.)) untersuchten neben Neuseeländern auch Angorakaninchen - diese wiesen eine signifikant größere Anzahl von Haarfollikeln pro Flächeneinheit auf, besonders von sekundären Haarfollikeln.
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 Castle & Law, 1936((Castle, W. E., & Law, L. W. 1936. Satin, a new hair mutation of the rabbit. J. Hered. 27, 235-240.)) stellten unter dem Mikroskop fest:\\  Castle & Law, 1936((Castle, W. E., & Law, L. W. 1936. Satin, a new hair mutation of the rabbit. J. Hered. 27, 235-240.)) stellten unter dem Mikroskop fest:\\ 
-Bei fertig entwickeltem Satinhaar sind die Zellen des Haarmarks (//Medulla//) verdichtet -- es gibt keine luftgefüllte Markröhre wie bei Normalhaar. Die Medulla geht nahtlos in die Haarrinde (//Cortex//) über, und beide Schichten besitzen eine ähnliche Struktur. Die Haarrinde und ihre äußere Schicht, das Haaroberhäutchen (//Cuticula//), sind dünner und die Cuticula ist glatter als bei Normalhaar. Insgesamt besitzen Satinhaare einen kleineren Durchmesser als Normalhaare (Abbildung 6).+Bei fertig entwickeltem Satinhaar sind die Zellen des Haarmarks (//Medulla//) verdichtet -- es gibt keine luftgefüllte Markröhre wie bei Normalhaar. Die Medulla geht nahtlos in die Haarrinde (//Cortex//) über, und beide Schichten besitzen eine ähnliche Struktur. Die Haarrinde und ihre äußere Schicht, das Haaroberhäutchen (//Cuticula//), sind dünner und die Cuticula ist glatter als bei Normalhaar. Insgesamt besitzen Satinhaare einen kleineren Durchmesser als Normalhaare (Abbildung 7).
  
 <imgcaption label7|Oberflächen und Längsschnitte von A) Normalhaar mit luftgefüllter Medulla, umgeben von Cortex und Cuticula, B) Satinhaar mit veränderter Struktur und geringerem Durchmesser (jeweils links Deck- und rechts Unterhaar); Castle & Law, 1936>{{ :anatomie:castle_law_1936_satin_figure6.jpg?nolink&350 |}}</imgcaption> <imgcaption label7|Oberflächen und Längsschnitte von A) Normalhaar mit luftgefüllter Medulla, umgeben von Cortex und Cuticula, B) Satinhaar mit veränderter Struktur und geringerem Durchmesser (jeweils links Deck- und rechts Unterhaar); Castle & Law, 1936>{{ :anatomie:castle_law_1936_satin_figure6.jpg?nolink&350 |}}</imgcaption>
anatomie/fell.1776285278.txt.gz · Zuletzt geändert: von kathrin

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