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genetik:langhaar_fgf5

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genetik:langhaar_fgf5 [2026/06/07 09:17] – [Zur Vererbung] kathringenetik:langhaar_fgf5 [2026/07/26 19:47] (aktuell) – [Geschichte] kathrin
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 ===== Geschichte ===== ===== Geschichte =====
  
-Die Existenz langhaariger Kaninchen wurde laut Niehaus, 1987((Niehaus, H. 1987. Unsere Kaninchenrassen. Band II: Rassebeschreibungen. Reutlingen: Oertel + Spörer. ISBN: 3-88627-054-8.))(S. 223-224) bereits in den Zollbestimmungen König Heinrichs des VIII. von England, der von 1509 bis 1547 regierte, vermerkt.\\  +Die Existenz langhaariger Kaninchen wurde laut Niehaus, 1987((Niehaus, H. 1987. Unsere Kaninchenrassen. Band II: Rassebeschreibungen. Reutlingen: Oertel + Spörer. ISBN: 3-88627-054-8.))(S. 223-224) bereits in den Zollbestimmungen König Heinrichs des VIII. von England, der von 1509 bis 1547 regierte, vermerkt.   
 1723 tauchten erste, vermutlich wildfarbige, Langhaarkaninchen in Südfrankreich auf. Über England gelangten im Jahr 1777 erste albinotische Langhaarkaninchen nach Deutschland, wo sie "Angorische Kaninchen", "Englische Kaninchen" oder auch "Seidenhasen" genannt wurden.((Nachtsheim, H., & Stengel, H. 1977. Vom Wildtier zum Haustier. 3. Auflage. Berlin, Hamburg: Paul Parey. ISBN 3-489- 60636-1.))(S. 31, S. 33, S. 108-109)\\  1723 tauchten erste, vermutlich wildfarbige, Langhaarkaninchen in Südfrankreich auf. Über England gelangten im Jahr 1777 erste albinotische Langhaarkaninchen nach Deutschland, wo sie "Angorische Kaninchen", "Englische Kaninchen" oder auch "Seidenhasen" genannt wurden.((Nachtsheim, H., & Stengel, H. 1977. Vom Wildtier zum Haustier. 3. Auflage. Berlin, Hamburg: Paul Parey. ISBN 3-489- 60636-1.))(S. 31, S. 33, S. 108-109)\\ 
  
-<note>Die Bezeichnung "Angora" leitet sich von langhaarigen Angoraziegen ab, die ihren Namen von der türkischen Provinz und Hauptstadt Angora, dem heutigen Ankara, erhielten.((Niehaus, H. 1987. Unsere Kaninchenrassen. Band II: Rassebeschreibungen. Reutlingen: Oertel + Spörer. ISBN: 3-88627-054-8.))(S. 223-224)</note>  +<note>Die Bezeichnung "Angora" leitet sich von langhaarigen Angoraziegen ab, die ihren Namen von der türkischen Provinz und Hauptstadt Angora, dem heutigen Ankara, erhielten.((Nachtsheim, H. (1929). Die Entstehung der Kaninchenrassen im Lichte ihrer Genetik. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 14(1), 53-109.))(S. 102)((Niehaus, H. 1987. Unsere Kaninchenrassen. Band II: Rassebeschreibungen. Reutlingen: Oertel + Spörer. ISBN: 3-88627-054-8.))(S. 223-224)</note>  
  
-//"Mayer war Hofprediger in Oberneit, Franken. Seiner Abhandlung liegt ein 1784 erschienenes Werk "Anleitung zur Angorazuchtzugrunde. -- 1777 wurden die ersten (weißen) Angorakaninchen durch einen Herrn von Meyersbach aus England nach Deutschland gebracht."// (MayerF. C. S.1789. Anleitung zur Angorischen oder Englischen Kaninchenzucht. Dresden: Waltersche Hofbuchhandlung. (Nach einer französischen Schrift - 1784 -)((Möbes, W. K. G. 1946. Bibliographie des Kaninchens nebst Anhang. I. Das Frettchen. II. Das Meerschweinchen. Bd. 1. Akademischer Verlag Halle.)), S. 136)\\   +1789 //"erschien in deutscher Sprache F. Ch. MayersPrediger zu Obernreit in Franken, Anweisung zur Angorischen KaninchenzuchtNach diesem Schriftsteller hat ein gewisser Herr von Meyerbach das Angorakaninchen 1777 "als eine sehr nützliche und des Gewerbefleißes seiner Landsleute würdige Seltenheit" aus England nach Franken hin verpflanztHerr Meyerbach hat nur ein Pärchen aus London mitgebrachtsich auch nur zwei Jahre in Franken aufgehaltenund doch hatte der Verfasser des obigen Schriftchens zwölf Jahre später bereits Tiere nach Anspach, Wien, Prag, nach Sachsen, Schlesien, in das Hohenlohische und Bayreuthische verschickt. [...] Verfasser befürwortet eine Haarpflege vermittels des Kammes. [...] Er kennt weiße, schwarze, blaue, himmelblaue, graue und rötliche Farbenschläge. --"//((Wischer, M. (1941)Starke, Praktische Kaninchenzucht. Ausführliches Lehrbuch der Haltung, Zucht und Nutzung des Hauskaninchens. Zwölfte Auflage. Leipzig: Dr. F. Poppe.))(S. 53-54)\\  
-//"Zwölf Jahre später hatte Mayer bereits Tiere nach Anspach, Wien, Prag, nach Sachsen, Schlesien, in das Hohenlohische und Bayreuthische verschickt. [...] Mayer befürwortet -- 1789 -- eine Haarpflege vermittels des Kammes."// (Wischer, M. 1941. Praktische Kaninchenzucht von Paul Starke. Zwölfte Auflage. Leipzig: Dr. F. Poppe.((Möbes, W. K. G. 1946. Bibliographie des Kaninchens nebst Anhang. I. Das Frettchen. II. Das Meerschweinchen. Bd. 1. Akademischer Verlag Halle.)), S. 207)+(Mayer, F. Ch. S., 1789. Anweisung zur Angorischen oder Englischen Kaninchenzucht. Dresden: Waltherische Hofbuchhandlung. (Nach einer französischen Schrift - 1784 -); siehe auch ((Möbes, W. K. G. 1946. Bibliographie des Kaninchens nebst Anhang. I. Das Frettchen. II. Das Meerschweinchen. Bd. 1. Akademischer Verlag Halle.)), S. 136 
  
 Nach Mahlich, 1919((Mahlich, P. 1919. Unsere Kaninchen - Ein ausführliches Handbuch für alle Züchter und Liebhaber von Kaninchen. Dritte, vermehrte und verbesserte Auflage. Berlin: Fritz Pfenningstorff.)) existierten //"geschichtliche Aufzeichnungen aus den Jahren 1780 bis 1791, wo durch verschiedene Regierungsverordnungen in Preußen für die Lieferung von Seidenkaninchenwolle Prämien ausgesetzt wurden."// (S. 79) Nach Mahlich, 1919((Mahlich, P. 1919. Unsere Kaninchen - Ein ausführliches Handbuch für alle Züchter und Liebhaber von Kaninchen. Dritte, vermehrte und verbesserte Auflage. Berlin: Fritz Pfenningstorff.)) existierten //"geschichtliche Aufzeichnungen aus den Jahren 1780 bis 1791, wo durch verschiedene Regierungsverordnungen in Preußen für die Lieferung von Seidenkaninchenwolle Prämien ausgesetzt wurden."// (S. 79)
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 Ein rezessiver Vererbungsmodus wurde zum ersten Mal vom Genetiker W. E. Castle (1903)((Castle, W. E. 1903. The heredity of 'angora' coat in mammals. Science, 18(467), 760-761.)) experimentell bestätigt. Ein rezessiver Vererbungsmodus wurde zum ersten Mal vom Genetiker W. E. Castle (1903)((Castle, W. E. 1903. The heredity of 'angora' coat in mammals. Science, 18(467), 760-761.)) experimentell bestätigt.
  
-((Wucherer, E. (1925). Ueber den Charakter des Angorahaares. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 4(1‐2), 119-143.))+Entgegen der Annahme einer "vollkommenen Dominanz" von Normalhaar gegenüber Langhaar zeigte sich bei der Haarprobe eines Kreuzungstieres (F1) aus Angora und Hermelin, //"daß der straffe Charakter des kurzhaarigen Hermelinpelzes unter dem Einfluß des weicheren, langhaarigen Elters gemildert erscheint. […] Der kurzhaarige Hybride wird also in bezug auf seine Haardicke nicht, wie man annehmen könnte, von seinem dominanten kurzhaarigen Elter, sondern vorwiegend von dem rezessiven langhaarigen beeinflußt"//.\\  
 +Basierend auf etwa 1500 Messungen an 2 Hermelin- und 3 Kreuzungstieren zeigte sich weiters, dass die Haare der einzelnen [[anatomie:fell#haartypen|Haartypen]] (A, B, C) beim Kreuzungstier //"immer etwas länger gewachsen sind als beim Elterntier"//.((Wucherer, E. (1925). Ueber den Charakter des Angorahaares. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 4(1‐2), 119-143.))
 ===== Phänotypen (Beispiele) ===== ===== Phänotypen (Beispiele) =====
  
genetik/langhaar_fgf5.1780816642.txt.gz · Zuletzt geändert: von kathrin

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