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verwilderung

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verwilderung [2026/09/07 23:35] – [Molekulare Mechanismen] kathrinverwilderung [2026/09/24 23:30] (aktuell) – [Allgemeiner Überblick] kathrin
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-Andrade //et al//., 2024((Andrade, P., Alves, J. M., Pereira, P., Rubin, C. J., Silva, E., Sprehn, C. G., ... & Carneiro, M. (2024). Selection against domestication alleles in introduced rabbit populations. Nature ecology & evolution, 8(8), 1543-1555.))+Um die molekularen Mechanismen zu untersuchen, durch die sich domestizierte Tiere nach ihrer Rückkehr in die Wildnis an natürliche Umweltbedingungen anpassen, führten Andrade //et al//., 2024((Andrade, P., Alves, J. M., Pereira, P., Rubin, C. J., Silva, E., Sprehn, C. G., ... & Carneiro, M. (2024). Selection against domestication alleles in introduced rabbit populations. Nature ecology & evolution, 8(8), 1543-1555.)) Gesamtgenomsequenzierungen von 297 Individuen der Art //O. c. cuniculus// aus folgenden Populationen durch: sechs eingeführte, verwilderte Kaninchenpopulationen auf drei Kontinenten, Hauskaninchen aus sieben Rassen, sowie Wildkaninchen aus ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet (Iberische Halbinsel und Südfrankreich).\\   
 +In den verwilderten Populationen wurden starke Verschiebungen von Allelfrequenzen insbesondere in Genen festgestellt, die mit verschiedenen Funktionen des Gehirns in Zusammenhang stehen (z.B. Ausgleich der verminderten Angst- und Fluchtreaktion, die in natürlichen Lebensräumen nachteilig ist). Die Ergebnisse zeigten, dass die Verwilderung keine einfache Umkehrung der [[domestikation|Domestikation]] darstellt; vielmehr wird sie durch ein komplexes Zusammenspiel bereits vorhandener genetischer Variation, lokaler Umweltbedingungen und demografischer Prozesse geprägt. 
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 +Die mäßige bis hohe Häufigkeit bestimmter Domestikations-Allele in verwilderten Populationen ließ vermuten, dass diese Allele keinen wesentlichen Nachteil darstellen und in natürlichen Lebensräumen toleriert werden können. (//"Four other mutations linked to coat colour variation were present in the majority of the introduced populations at low-to-moderate frequencies, with the highest prevalence being the dilute mutation of [[genetik:haarfarbe_mlph|MLPH]] that was present in ten out of 30 individuals sampled from Gotland. The [[genetik:gelbes_fett_bco2|BCO2]] variant causing yellow fat was also relatively common (7.4% to 13.3% in three populations)."//)
  
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